Männerchor Germania Sindlingen besucht das Rokoko-Kleinod im Allgäu
Immer wieder hat der Männerchor Germania Sindlingen in den vergangenen Jahren bedeutende Kirchen und Klöster besucht und dort seine musikalische Visitenkarte abgegeben. So führten Konzertreisen unter anderem in den Dom in Frankfurt, den Kölner Dom, den Dom zu Erfurt, das Freiburger Münster sowie nach Bamberg.
Foto: Männerchor Germania Sindlingen
Nun ging es über ein verlängertes Wochenende ins Allgäu – mit Stationen im Kloster Ettal, in Garmisch-Partenkirchen und in der Wieskirche bei Steingaden. Die Idee zu dieser Reise entstand bereits während der Bamberg-Tour im Jahr 2024. Damals erwähnte das Okrifteler Chormitglied Wolfgang Schmitt seine guten Kontakte zum Wirt des nahegelegenen Gasthaus Moser, Fredl Moser, der mit der ehemaligen Okriftelerin Ellen Huber, geb. Wagner, verbunden ist. Dank dieser Verbindung übernahm Schmitt die Organisation der Reise – und rückblickend lässt sich sagen: Alles war perfekt geplant und durchgeführt. Unterstützt wurde er dabei von seinem Sohn Stefan, der ebenfalls im Chor aktiv ist.
Mit insgesamt 55 Teilnehmern, darunter 32 Sänger, machte sich die Gruppe auf den Weg. Strahlender Sonnenschein begleitete sie an allen drei Tagen. Die Unterkunft fand sich in einem idyllischen Hotel in Ettal. Dort stand zunächst die Besichtigung des berühmten Klosters auf dem Programm – inklusive eines Besuchs der traditionsreichen Klosterbrauerei.
Der Samstag war reich gefüllt mit Kultur und Sehenswürdigkeiten und verlangte allen Beteiligten einiges an Ausdauer ab. Am Vormittag wurde das prachtvolle Schloss Linderhof besucht, am Nachmittag erkundete die Gruppe Garmisch-Partenkirchen. Wer noch Kraft hatte, konnte zusätzlich die Skisprungschanze erklimmen. Umso mehr wurde der gemütliche Ausklang des Tages im Hotel genossen.
Am frühen Sonntagmorgen ging es schließlich zur Wieskirche. Im noch leeren Gotteshaus begann der Chor mit ersten Einsingübungen – und war beeindruckt von der außergewöhnlichen Akustik. Trotz der prachtvollen, üppigen Ausstattung ließ es sich dort hervorragend singen. Chorleiter Michael Kuhn konnte somit aus dem Vollen schöpfen.
Um 11 Uhr zelebrierte Geistlicher Rat Geis den Gottesdienst, in dessen Rahmen auch eine goldene Hochzeit gefeiert wurde. Der Chor begleitete die Feierlichkeiten unter anderem mit einem „Ave Maria“. Darüber hinaus erklangen das „Kyrie“ von Piotr Janczak, das eindrucksvolle Chorwerk „Herr, lehre doch mich“ von Rudolf Mauersberger, ein von Michael Kuhn bearbeitetes altrussisches Kirchenlied „Amin“ sowie das kraftvolle „Die Himmel rühmen“ von Ludwig van Beethoven.
Die Besucher des voll besetzten Gotteshauses dankten dem Chor und seinem Leiter Michael Kuhn mit lang anhaltendem Applaus. In seinen Dankesworten ermutigte Geistlicher Rat Geis die Gemeinde, sich ein Beispiel an der Germania zu nehmen und die Gottesdienste künftig ebenfalls gesanglich engagiert zu begleiten – „die Wieskirche hält das aus“, so seine augenzwinkernde Bemerkung.
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