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Macht Nikotinersatz süchtig?

Was Patientenvertreter Manfred Pfeiffer dazu sagt

Von einer Abhängigkeit in die nächste zu geraten muss man eher nicht befürchten, wenn man im Zuge eines Rauchstopps auf Nikotinersatzprodukte wie Kaugummis und Pflaster umsteigt. Manfred Pfeiffer, der Vorsitzende der Interessenvertretung Patienten und Versicherte (IVPV) Bundesverband für Gesundheit-&-Soziales, schätzt das Suchtpotenzial von Nikotinersatzprodukten als gering ein, wie er im neuen Infobrief "Aufgepasst und Hergehört" schreibt.

Er beruft sich dabei auf Michaele Goecke von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZfA). Der hatte erklärt: „Nikotin hat zwar ein hohes Abhängigkeitspotenzial. Das gilt aber vor allem dann, wenn man es über Tabakrauchen aufnimmt, also inhaliert.“ Nikotinersatzprodukte wie Pflaster und Kaugummis geben dem Körper zwar auch Nikoton, aber auf eine andere Art und Weise. Die Aufnahme erfolgt über die Haut beziehungsweise die Schleimhäute.

"Während beim Inhalieren von Nikotin die sogenannte Anflutung im Gehirn sehr hoch ist und intensiv ausfällt", so Pfeiffer, "ist sie bei der Aufnahme über Nikotinersatzprodukte deutlich schwächer. Das senkt das Suchtpotenzial. Außerdem bringt sie, anders als bei der Zigarette, keinen Genuss. Während das Pflaster überhaupt keinen Genusseffekt hat, schmecken Nikotinkaugummis und -lutschtabletten bitter." Übrigens: Nikotinersatz ist keine Dauertherapie und sollte spätestens nach sechs Monaten beendet werden.