Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 15.07.2024

Werbung
Werbung

Lohengrin an der Oper Frankfurt

Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner

von Ilse Romahn

(31.03.2022) Die Inszenierung des Lohengrin aus der Saison 2008/09 stammt von Jens-Daniel Herzog, der seit 2018 als Intendant das Nürnberger Staatstheater leitet. In seiner Sicht geht es in Wagners Werk um Sehnsuchtsprojektionen und -räume, in denen sich insbesondere die weibliche Hauptpartie der Oper, Elsa von Brabant, bewegt. Herzog hat dies mit der Welt des Kinos übersetzt, und er fand damit eine stimmige Deutung der romantischen Oper.

Bildergalerie
Lohengrin (auf dem Tisch stehend) mit Chor und Extrachor der Oper Frankfurt sowie Ortrud und Telramund (rechts am Boden)
Foto: Barbara Aumüller
***
Elsa und Ensemble
Foto: Barbara Aumüller
***

Hier zwei Auszüge aus den Presseveröffentlichungen nach der Premiere am 3. Mai 2009: „So gelingt Jens-Daniel Herzog in Frankfurt ein beeindruckendes Opern-Debüt, das in vielerlei Hinsicht mit den Sehnsüchten der Menschen spielt – und das ganz ohne Schwan“ (SWR2 / Journal am Mittag). – „Mächtiger Applaus für eine klug erdachte und hochspannende Inszenierung und eine packende musikalische Umsetzung in einem großen Opernabend, der Bayreuth zur Ehre gereichen würde“ (Darmstädter Echo).

Zum Inhalt: Eine heimtückische Intrige des machtgierigen Grafen von Telramund und seiner Gattin Ortrud gegen Elsa von Brabant – die Schwester des verschollenen, angeblich ermordeten Herzogs Gottfried – und ihre Rettung durch den ihr unbekannten Ritter Lohengrin sind die zentralen Handlungsstränge von Wagners Oper. Nach diversen Provokationen der Intriganten kulminiert das Geschehen im Brautgemach nach der Hochzeit von Elsa und Lohengrin: Elsa bricht das Tabu, ihn niemals nach seinem Namen zu fragen, und wird am folgenden Tag von ihm verlassen. Die Verschwörer scheinen gesiegt zu haben, doch da kehrt Gottfried auf wundersame Weise zurück …

Nachdem sich Generalmusikdirektor Sebastian Weigle dem Frankfurter Publikum in der aktuellen Spielzeit bisher mit so unterschiedlichen Werken wie Rimski-Korsakows Die Nacht vor Weihnachten und Lehárs Die lustige Witwe präsentierte, steht er nun tatsächlich erstmals bei dieser Produktion am Pult seines Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Auch bei den besetzten Sängern dieser dritten Wiederaufnahme-Serie handelt es sich durchgängig um neue Namen: Seit 2016/17 verstärkt AJ Glueckert (Lohengrin) das Ensemble der Oper Frankfurt, wo er jüngst Herodes in Strauss’ Salome und Don José in Bizets Carmen sang. Der Schwanenritter führte den amerikanischen Tenor 2021 auch zu den Tiroler Festspielen Erl. Die gleichfalls aus den USA stammende Rachel Willis-Sørensen (Elsa von Brabant) gibt ihr Hausdebüt. Zu ihren jüngsten Gastspielen gehören u.a. Desdemona in Verdis Otello, Marguerite in Gounods Faust und Rosalinde in Strauß’ Die Fledermaus an der Wiener Staatsoper sowie Mimì in Puccinis La Bohème an der Dresdner Semperoper und Ellen Orford in Brittens Peter Grimes an der Bayerischen Staatsoper in München. Der Bariton Wolfgang Koch (Friedrich Graf von Telramund) stammt aus Bayern und gastierte 2006 erstmals an der Oper Frankfurt als Hans Sachs in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, gefolgt von den Titelpartien in Aribert Reimanns Lear und Wagners Der fliegende Holländer sowie von Borromeo in Pfitzners Palestrina. Aktuell verkörpert er hier Barak in Strauss’ Die Frau ohne Schatten. Ihr Hausdebüt in Frankfurt gab Dshamilja Kaiser (Ortrud) 2019 als Adalgisa in Bellinis Norma, gefolgt von Flora in Menottis The Medium und ihrem Einspringen als Bizets Carmen. Seit 2017/18 ist die Mezzosopranistin Ensemblemitglied am Theater Bonn, wo sie u.a. auch als Ortrud auftrat. Diese Partie sang sie zudem 2019/20 bei den Tiroler Festspielen Erl. Der österreichisch-neuseeländische Bass Anthony Robin Schneider (Heinrich der Vogler) und der slowenische Bariton Domen Križaj (Der Heerrufer) gehören beide zum Frankfurter Ensemble.

Wiederaufnahme: Samstag, 9. April 2022, um 17 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 15., 17. (15.30 Uhr), 24., 29. (18 Uhr) April 2022
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 17 Uhr

Preise: € 15 bis 149 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf (069)212 49494 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich.