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Letzte Aktualisierung: 12.07.2024

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Lesungsreihe „Frankfurter Premieren“ Buchvorstellung in der Historischen Villa Metzler

von Ilse Romahn

(26.06.2024) Andrea Löw mit „Deportiert: ‚Immer mit einem Fuß im Grab‘ – Erfahrungen deutscher Juden“ bei der Lesungsreihe „Frankfurter Premieren“. Buchvorstellung am 27. Juni in der Historischen Villa Metzler.

Die vom Kulturamt organisierte Lesungsreihe „Frankfurter Premieren“ stellt neue Bücher mit Frankfurt-Bezug vor. Am Donnerstag, 27. Juni, ist Andrea Löw um 19 Uhr zu Gast und wird mit Pitt von Bebenburg über ihr neues Sachbuch Deportiert. „‚Immer mit einem Fuß im Grab‘ – Erfahrungen deutscher Juden“, erschienen bei S. Fischer, sprechen.

1941 begann die systematische Deportation der deutschen Jüdinnen und Juden in die Ghettos und Vernichtungslager im Osten. Damit legten die Nazis den Grundstein für den industriellen Massenmord an Millionen von Menschen. Viele Gesamtstudien über den Holocaust richten ihr Augenmerk auf das Handeln der Täter und ihre antisemitische Ideologie. Löw lässt hingegen die Opfer zu Wort kommen und von ihren Erfahrungen und Erlebnissen, von ihren Ängsten, Sorgen und Hoffnungen berichten und fragt: „Wird je ein Mensch der Nachwelt sagen können, wie wir hier gelebt haben und gestorben sind?“

Hunderte Zeugnisse, Quellen und Aufzeichnungen hat die Historikerin ausgewertet. Sie dokumentieren erschütternde individuelle Schicksale, die Löw zu einer kollektiven Leidensgeschichte verwebt.

Löw war von 2004 bis 2007 an der Arbeitsstelle Holocaustliteratur der Universität Gießen tätig. Seit 2007 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte, seit 2013 stellvertretende Leiterin des Zentrums für Holocaust-Studien. 2006 erschien ihr Buch „Juden im Getto Litzmannstadt. Lebensbedingungen, Selbstwahrnehmung, Verhalten“, erschienen bei Wallstein, 2013 publizierte sie zusammen mit Markus Roth „Das Warschauer Getto. Alltag und Widerstand im Angesicht der Vernichtung“, erschienen bei C.H. Beck.
 
Pitt von Bebenburg ist Chefreporter der Frankfurter Rundschau.
 
Die Plätze sind begrenzt, um eine Anmeldung per E-Mail an kulturportal@stadt-frankfurt.de wird gebeten.   (ffm)