Lesereihe „Schnittstellen – Wortorte in Kunsträumen“
Abschluss der zweiten Staffel mit José A. Oliver und Samuel Kramer
Am Samstag, 31. Januar , 19:30 Uhr präsentiert das Kulturnetz Frankfurt e.V. im Atelier Frankfurt die Abschlussveranstaltung der zweiten Staffel der Lesereihe „Schnittstellen – Wortorte in Kunsträumen“.
Unter dem Titel „Heimat – Klima – Sprache“ treffen zwei markante literarische Stimmen der Gegenwart aufeinander: José A. Oliver und Samuel Kramer. Begleitet wird der Abend von Live-Musik des Projekts Nickels°on. Die Moderation übernehmen Dirk Hülstrunk und Michael Bloeck.
Die Veranstaltung widmet sich den Spannungsverhältnissen zwischen Sprache, Identität und politischem Protest. Literatur wird dabei als ästhetische wie gesellschaftliche Praxis verstanden, die kulturelle Zugehörigkeit, Mehrsprachigkeit und aktuelle Krisenerfahrungen reflektiert.
José A. Oliver, Dichter, Essayist und Kulturvermittler mit andalusischen Wurzeln, ist im Schwarzwald aufgewachsen und zählt zu den prägenden Figuren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Seine Arbeit ist geprägt von Mehrsprachigkeit, feinen Bedeutungsverschiebungen und poetischem Sprachspiel. Seit 1998 organisiert er das renommierte Literaturfestival „Hausacher Leselenz“, von 2022 bis 2024 war er Präsident des PEN Deutschland. Ab Herbst 2025 übernimmt Oliver das Amt des Stadtschreibers von Frankfurt-Bergen-Enkheim.
Weitere Informationen: https://oliverjose.com/
Der Offenbacher Spoken-Word-Poet, Philosoph und Klimaaktivist Samuel Kramer steht für eine Lyrik, die politisches Engagement und literarische Komplexität verbindet. In seinem Debütband „Endlich Regen“ erkundet er die Möglichkeiten politischer Poesie in einer von multiplen Krisen geprägten Gegenwart. Kramer wurde u. a. mit dem Open Mike Berlin und dem Literaturpreis „Wortmeldungen“ ausgezeichnet. 2020 gab er die Anthologie „Poetry for the Future“ heraus, eine der eindrucksvollsten poetischen Auseinandersetzungen mit dem Klimawandel.
Weitere Informationen: https://samuelkramer.de/
Livemusik: nickels°on spielen Alltags- und Protestlieder.
Entstanden 2021 auf einer Eckcouch im Odenwälder Modautal. Dagegen sein, was im Alltag so alles abgenickt wird. Musik mit Tiefgang, Haltung und Mundwinkel oben. nickels°on sind Jacqueline und Andreas Nickel an Gitarre, Ukulele und Gesang. Das Odenwälder Singer-Songwriter Projekt zeigt. dass Protestlieder nicht plakativ sein müssen, sondern witzig und entspannt sein können.
https://www.nickelsonprotest.de/
Die Lesereihe „Schnittstellen“ präsentiert seit 2024 aktuelle Literaturprojekte in Frankfurter Kunsträumen. An wechselnden, oft ungewöhnlichen Orten in verschiedenen Stadtteilen werden Grenzüberschreitungen zwischen Literatur, Musik, Performance, Film und Architektur ausgelotet. Thematisch reicht das Spektrum von Identität und politischem Sprechen bis hin zu Rhythmus, Erinnerungskultur und Spannungsliteratur. Die Reihe wird 2026 in ihre dritte Staffel gehen.
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