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Letzte Aktualisierung: 15.10.2021

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Lesefest `Frankfurt liest ein Buch` vom 2. – 15. Mai 2022

Roman »Nach Mitternacht« von Irmgard Keun

von Ilse Romahn

(11.10.2021)  Vom 2. – 15. Mai 2022 heißt es zum dreizehnten Mal "Frankfurt liest ein Buch." Der Roman »Nach Mitternacht« von Irmgard Keun wird das Herzstück des beliebten Lesefestes sein.

Nach dem Veranstaltertreffen in der Stadtbücherei stehen die Veranstalter schon wieder in den Startlöchern, denn die 1. Vorsitzenden des Vereins Dr. Sabine Baumann begrüßte zunächst die zahlreich erschienenen Veranstalterinnen und Veranstalter. Ariane Martin, Professorin für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Mainz, stellte dann Buch und Autorin dar und ging auf Fragen ein. Abschließend berichtete Lothar Ruske von den laufenden Planungen und gab Hinweise zum Organisatorischen. Unter anderem wird Irmgard Keuns Tochter an Veranstaltungen beteiligt sein.

Anmeldungen zum 13. Lesefest sind möglich bis Freitag, 11. Dezember 2021 (Kontakt: lothar.ruske@frankfurt-liest-ein-buch.de, bzw. l.ruske@lothar-ruske-pr.de.


Irmgard Keun
Die Autorin Irmgard Keun wurde 1905 in Berlin geboren. Sie feierte mit ihren beiden ersten Romanen "Gilgi – eine von uns" und "Das kunstseidene Mädchen" sensationelle Erfolge. 1936 ging sie ins Exil und kehrte vier Jahre später mit falschen Papieren nach Deutschland zurück, wo sie unerkannt
lebte. Im Literaturbetrieb der Nachkriegszeit konnte sie zunächst nicht an die Erfolge ihrer ersten Bücher anknüpfen, bis ihre Romane Ende der Siebzigerjahre von einem breiten Publikum wiederentdeckt wurden. Dazu zählt auch "Nach Mitternacht", 1937 in den Niederlanden und seit 1980 im Claassen Verlag erschienen. Irmgard Keun starb 1982 und zählt heute zu den wichtigsten deutschsprachigen Autorinnen des 20. Jahrhunderts.

Das Buch
Frankfurt, 1936: Menschenmassen strömen auf den Opernplatz und warten auf den Besuch Hitlers. Mittendrin und doch abseits verfolgt die 19-jährige Susanne das Geschehen. Voller Sehnsucht und Unruhe wartet sie seit ihrer Flucht aus Köln auf ein Lebenszeichen von ihrem Verlobten Franz. Gemeinsam wollten sie einen Zigarettenladen aufmachen. Doch plötzlich taucht Franz aus dem Nichts vor ihr auf. Er wurde an die Gestapo verraten, hat den Denunzianten – den Besitzer eines Zigarettenladens – umgebracht und muss nun fliehen. Kurz vor Mitternacht muss Susanne sich entscheiden: Soll sie ihre Heimat verlassen, um mit Franz zu gehen?

48 Stunden schildert Irmgard Keun durch die Augen ihrer Erzählerin den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland. Mit genauer Beobachtungsgabe und scharfem Humor beschreibt sie die Erlebnisse, Gespräche und Widersprüchlichkeiten verschiedenster Menschen in dieser Zeit.

"Nach Mitternacht" ist einer der wichtigsten Romane der deutschen Exilliteratur.

Irmgard Keun »Nach Mitternacht«
Roman. Neuausgabe mit einem Nachwort von Prof. Heinrich Detering
Claassen Verlag
ET: 27.01.2022
Ca. 208 Seiten, HC mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-546-10034-2
Preis: 22 € (D)