LEI beantragen: Funktion und Nutzen des 20-stelligen Codes
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Der LEI wird befristet vergeben und muss nach Ablauf eines Jahres erneuert werden. Der weltweit gültige Code dient der Erkennung der Meldepflichtigen sowie deren Kundschaft.
Doch was ist ein LEI und welchen Zweck erfüllt dieser konkret? Wann benötigen Unternehmen einen LEI und wo kann man den Code beantragen?
Was ist der LEI?
Genauere Finanzdaten: Bei dem Legal Entity Identifier handelt es sich um einen alphanumerischen Code. Dieser besteht aus 20 Zeichen. Zudem basiert der Code auf der ISO-Norm 17442, den die Internationale Organisation für Normung, kurz ISO, kreierte.
Der LEI-Datenpool dient dabei als globales Verzeichnis, das alle am Finanzmarkt beteiligten Rechtsträger beinhaltet und Finanztransaktionen transparenter gestalten soll. Durch den LEI lassen sich diese nämlich eindeutig identifizieren.
Jeder Code informiert über die Eigentumsstruktur des Rechtsträgers und enthält sensible Daten. Das Financial Stability Board, kurz FSB, bezeichnet den LEI als unterstützende Maßnahme, um finanzielle Stabilitätsziele zu erreichen.
So lasse sich zum Beispiel das Risikomanagement der Unternehmen optimieren und die Marktintegrität erhöhen. Gleichzeitig sinke das Risiko des Missbrauchs und Finanzbetruges.
Der LEI-Datenpool ist öffentlich zugänglich. Der Clou: Die Daten werden nicht nur aktualisiert, sondern auch durch Verfahren des Regulatory Oversight Committees verifiziert.
Die Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF) setzt sich zum Ziel, die Nutzbarkeit und die Qualität der LEI-Daten zunehmend zu verbessern und den Nutzern einen Zugriff auf alle relevanten Informationen zu gewähren.
Auch die LEI-Initiative, das FSB und Aufsichtsbehörden in diversen Ländern betonten die Relevanz des Codes als öffentliches Gut. Einen ersten Schritt stellt der kostenlose Global LEI Index dar, der den Parteien Zugriff auf die LEI-Daten ermöglicht.
Wer einen LEI beantragen möchte, nutzt den LEI-Registrierungsservice.
Warum gibt es den LEI?
Nach der Finanzkrise beschlossen die G-20-Staaten die Einführung eines weltweit gültigen Codes für Finanztransaktionen. Heute dient die Kennnummer beispielsweise dazu, Derivategeschäfte nach Artikel 9 der europäischen Marktinfrastrukturverordnung (European Market Infrastructure Regulation, kurz EMIR) transparenter zu gestalten.
Die Koordination der LEI-Verwendung übernimmt das Legal Entity Identifier Regulatory Oversight Committee (LEIROC). Zu diesem Zweck müssen die Stammdaten der Unternehmen jährlich aktualisiert und an die Local Operating Units, kurz LOU, übermittelt werden. Auch die Vergabe des Codes erfolgt über die Local Operating Units.
Eine Liste der LOUs und der Registration Agents finden Interessierte auf der Website von GLEIF.
Wann benötige ich einen LEI?
Grundsätzlich gilt: Einen LEI benötigen Banken, Fondsgesellschaften sowie alle juristischen Personen, die am Finanzmarkt teilnehmen und Finanzinstrumente wie Anleihen, Aktien oder Futures kaufen oder verkaufen möchten.
Sie unterliegen der MiFID II und dürfen ohne LEI keine Transaktionen durchführen. Dies gilt unabhängig von dem Kerngeschäft des jeweiligen Unternehmens. So sind zum Beispiel auch Stiftungen verpflichtet, einen LEI zu beantragen, die Fonds und Co. anlegen möchten.
Seit 2019 müssen auch Freiberufler und Gewerbetreibende einen LEI vorweisen, sofern sie Finanztransaktionen planen. Für private Personen besteht keine LEI-Pflicht.
Wo kann man einen LEI beantragen?
Eine LEI-Nummer erhalten Interessierte bei einer Local Operating Unit. Die Zulassung der LOUs erfolgt durch die Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF). Darüber hinaus muss die LOU in Deutschland zugelassen sein.
Der Code gilt 12 Monate lang. Danach muss die LEI fristgerecht erneuert werden. Alternativ können Unternehmen den LEI für mehrere Jahre, beispielsweise drei oder vier Jahre, bei einem Registration-Agent erwerben. Dieser kümmert sich um die pünktliche Verlängerung des Codes.
Das Fazit – der LEI als Voraussetzung für die Teilnahme am Finanzmarkt
Der Legal Entity Identifier besteht aus 20 Ziffern und wurde nach dem Ende der Finanzkrise eingeführt. Der Code soll den Finanzmarkt transparenter gestalten. Jeder Teilnehmer, vom Unternehmen über Stiftungen bis hin zum Freiberufler, benötigt einen LEI, um an der Börse Geld zu investieren oder Finanzprodukte zu verkaufen.
Die LEI beinhaltet Informationen über die Rechtsträger, die öffentlich eingesehen werden können. Anonyme und undurchsichtige Transaktionen sind somit nicht mehr möglich. Den LEI beantragen Interessierte über einen LOU. Schnell und einfach erfolgt die Vergabe über einen Registrierungs-Service.
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