Land unterstützt Archäologisches Museum bei barrierefreiem Umbau
Das Archäologische Museum Frankfurt (AMF) erhält vom Land Hessen finanzielle Unterstützung für einen barrierefreien Zugang. Staatssekretärin Manuela Strube vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales übergab Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, und Sonja Marzinzik vom AMF den Förderbescheid über rund 140.000 Euro.
Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler
Das sind mehr als zwei Drittel der Gesamtkosten des Projekts von rund 195.000 Euro. Die Stadt Frankfurt übernimmt rund 60.000 Euro. Die Förderung wurde im Rahmen der Förderrichtlinie zum Ausbau inklusiver kommunaler Angebote im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention gewährt.
Hebebühne am Haupteingang geplant
Der Umbau sieht vor, am Haupteingang des Museums, an der Karmelitergasse, eine Hebebühne einzurichten, die den aktuellen Höhenunterschied zwischen dem Gehweg und dem Museumseingang von 1,20 Metern überwindet und ihn damit barrierefrei macht. Bisher kann dieser nur durch eine Treppenanlage mit acht Stufen überwunden werden. Personen, die beispielsweise im Rollstuhl sitzen, können aktuell nur über den Personaleingang mithilfe eines Lastenaufzugs und persönlicher Hilfe das Museum erreichen.
Die neue Hebebühne kann in Zukunft von mobilitätseingeschränkten Personen selbstständig genutzt werden. Durch eine Sprechanlage kann das Personal aus dem Museum kontaktiert werden, falls doch Hilfestellung nötig sein sollte.
Die Hebebühne endet auf Erdgeschossniveau, so dass die Zugangstür über eine neue Wegebefestigung mit Basaltplatten ebenerdig erreicht werden kann. Der Umbau hat bereits begonnen und wird voraussichtlich Ende August bis Anfang September abgeschlossen sein.
Orte der Kultur und Geschichte sollen barrierefrei nutzbar sein
Strube betont, wie wichtig es ihr ist, solche Maßnahmen mit Landesmitteln zu unterstützen: „Ich freue mich, dass wir als Landesregierung dazu beitragen können, dass auch Orte der Kultur und Geschichte wie dieser möglichst ohne Hindernisse nutzbar werden. Barrierefreiheit sichert gleichberechtigte Teilhabe, die wir auch als zentrales Anliegen in unserem Koalitionsvertrag verankert haben.“
Auch Hartwig freut sich, dass das AMF nun barrierefrei zugänglich wird: „Für das Archäologische Museum ist das eine großartige Nachricht, weil nun endlich der lang ersehnte Umbau für einen barrierefreien Zugang Realität wird. Ich bedanke mich ganz ausdrücklich bei meinen Mitarbeiterinnen im Kulturamt, die sich immer wieder um solche Förderanträge bemühen. So kommen wir mit dem barrierefreien Umbau unserer Häuser noch schneller voran.“
Barrierefreier Umbau sinnvoll trotz langfristiger Gesamtsanierung
Wolfgang David, Leitender Direktor des AMF, sagt: „Das wichtige Projekt der Schaffung eines barrierefreien Eingangsbereichs, der den Charakter des 1989 eingeweihten denkmalgeschützten Museumsbaus von Paul Kleihues respektiert, zeigt, dass derartige größere Umbauten auch im laufenden Betrieb möglich sind und aufgrund der Dringlichkeit auch im Vorgriff auf eine Gesamtsanierung, die Jahre der Planung und Umsetzung erfordert, durchaus sinnvoll und nachhaltig sind.“
Der bisherige achtstufige Treppenaufgang bleibt neben der neuen Hebebühne bestehen, bekommt aber zusätzlich einen Handlauf und Beleuchtung als Übergangslösung. Auf lange Sicht ist eine Gesamtsanierung des Gebäudes vorgesehen. Der barrierefreie Umbau, die Gestaltung der Hebebühne, der Handläufe und die Beleuchtung und Wegebefestigung wurden eng mit dem städtischen Denkmalamt abgestimmt. (ffm)
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