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Letzte Aktualisierung: 01.04.2020

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Land fördert Badespaß in Frankfurt

von Ilse Romahn

(12.03.2020) Stefan Heck, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, hat am Mittwoch, 11. März, dem Magistrat der Stadt Frankfurt am Main einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 708.000 Euro für Sanierungsarbeiten im Freibad Nieder-Eschbach übergeben.

Hessens Staatssekretär für Inneres und Sport Stefan Heck (1. v. l.) Oberbürgermeister Peter Feldmann (2. v. l.) im Beisein von Sportdezernent Markus Frank (3. v. l.) und Geschäftsführer der Bäderbetriebe Frankfurt Boris Zielinski (4. v. l.) den Scheck.
Foto: Stadt Frankfurt / Bernd Kammerer
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Die Mittel stammen aus dem SWIM-Förderprogramm. Mit dem bundesweit einmaligen Schwimmbadinvestitionsprogramm SWIM fördert die Landesregierung hessenweit Frei- und Hallenbäder. 50 Millionen Euro stehen von 2019 bis 2023 für Sanierungs- und Modernisierungsmaßnehmen zur Verfügung.

„Das Freibad Nieder-Eschbach im Norden Frankfurts ist im Sommer für Jung und Alt eine beliebte Anlaufstelle. Jährlich besuchen rund 35.000 Personen das Freibad. Mit dem SWIM-Förderprogramm unterstützt das Land Hessen den Erhalt des Freibades, damit es auch in Zukunft den Schulen, Vereinen sowie Anwohnern als Sportstätte dienen kann. Die Förderung der Schwimmfähigkeit ist unerlässlich. Mit unserem Förderprogramm unterstützen wir die Kommunen dabei, die Schwimmbäder in Hessen zu modernisieren. Für die anstehenden Sanierungsarbeiten wünsche ich ein gutes Gelingen“, sagte Staatssekretär Stefan Heck.

„Schwimmbäder haben in großen Städten wie Frankfurt gleich mehrere wichtige Funktionen. Sie sind ein Ort der Bewegung und Fitness, aber auch des Spaßes, der Erholung und des sozialen Miteinanders. Mit der Familie oder mit Unterstützung des DLRG erlernen Kinder Schwimmkompetenzen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass Angebote niedrigschwellig sind, damit jedes Kind – unabhängig vom Einkommen der Eltern – schwimmen lernen kann. Hier haben wir in Frankfurt ein wichtiges und richtiges Signal gesetzt und ermöglichen den freien Eintritt bis zum Alter von 14 Jahren“, betonte Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Mit freien Eintritten ist es aber nicht getan. Die Infrastruktur unserer Stadt muss mit der Bevölkerung und den Anforderungen an Technik und Umweltschutz mitwachsen. Mit den Mitteln aus dem Landesinvestitionsprogramm ist eine adäquate Sanierung möglich“, freute sich das Stadtoberhaupt.

„2,5 Millionen Besucher – davon mehr als 500.000 Kinder im vergangenen Jahr – machen die Frankfurter Bäder zu einer der attraktivsten Freizeiteinrichtungen unserer Stadt. Die Erhaltung und Weiterentwicklung der Infrastruktur unserer Schwimmbäder fördert somit die positive und gesunde Entwicklung aller Bürger Frankfurts. Die Investition in unsere Bäder ist eine Investition in unsere Stadt", sagte Sportdezernent Markus Frank. Mit dem Schwimmbadinvestitionsprogramm unterstützt das Land die Kommunen beim Erhalt von Hallen- und Freibädern. Die Landesmittel sorgen im Freibad Nieder-Eschbach dafür, dass das Schwimmerbecken mit Edelstahl ausgekleidet sowie die Wasseraufbereitungsanlage erneuert werden kann. Dadurch werden der Energieverbrauch sowie die Betriebskosten zukünftig spürbar gesenkt.

„Mit unserer Investition leisten wir einen Beitrag, damit das Bad in Nieder-Eschbach nachhaltig und kostengünstig wirtschaften kann und den Bürgern im Norden Frankfurts auch weiterhin der Badespaß vor der Haustür möglich sein wird. Sport ist wichtig und fördert nicht nur die physische, sondern auch die mentale Gesundheit. Das Freibad kooperiert eng mit der DLRG, welche die Wasseraufsicht stellt. Daher möchte ich der DLRG-Ortsgruppe Nieder-Eschbach meinen persönlichen Dank aussprechen. Mit Ihrem ehrenamtlichen Engagement tragen Sie ganz erheblich dazu bei, dass alle Altersgruppen in Nieder-Eschbach dem Schwimmsport nachgehen können“, sagte Staatssekretär Heck.

Mit HAI wurden bereits 105 Hallenbäder saniert
Die Landesregierung hatte in den Jahren 2007 bis 2012 im Rahmen des Hallenbad-Investitionsprogramms (HAI) bereits insgesamt 105 Hallenbäder mit Landesmitteln in Höhe von insgesamt rund 45 Millionen Euro bezuschusst. Mit SWIM will das Land die Schwimmbadinfrastruktur erhalten und weiter unterstützen. Hessische Landkreise, Städte, Gemeinden und deren öffentlich-rechtliche Unternehmen sowie Zweckverbände können sich für das Förderprogramm bewerben. Darüber hinaus sind auch gemeinnützige Sportverbände und -vereine sowie Fördervereine und andere gemeinnützige Institutionen antragsberechtigt. Förderziel ist es, zukunftsfähige und wirtschaftlich sinnvolle Sportstätten zu fördern. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf Maßnahmen, welche die Betriebskosten und insbesondere den Energieverbrauch senken. Wichtig ist zudem, dass die Schwimmbäder Schulschwimmen oder Schwimmkurse anbieten. Wenn ein kommunaler Sportstättenentwicklungsplan vorliegt, wird dies ebenfalls bei der Prüfung einer Fördermöglichkeit berücksichtigt. Zur zielgerichteten Strukturierung der Förderung ist eine Aufnahme der Maßnahme auf eine Prioritätenliste des Landkreises sowie der kreisfreien Stadt notwendig.

Die Hessische Landesregierung stellt für 2020 insgesamt fast 59 Millionen Euro für die Sportförderung bereit. Davon werden mehr als 20 Millionen Euro in den reinen Sportstättenbau und die Sanierung investiert. Mindestens 10 Millionen Euro stehen für SWIM bereit.

Weitere Informationen zum Förderprogramm SWIM finden sich unter https://innen.hessen.de/sport/sportstaettenbau/schwimmbadinvestitionsprogramm-swim im Internet. (ffm)