Reisen

Kurze Auszeit, große Wirkung

Wie man in Pfronten mit Kreativität, Natur und Genuss neue Energie tankt

Wenn im Frühjahr die Feiertage und langen Wochenenden näher rücken, wächst die Lust auf eine kleine Auszeit in den Bergen. Schon ein paar Tage reichen oft aus, um Abstand vom stressigen Alltag zu gewinnen. Besonders gut gelingt das an einem Ort, der so viele Möglichkeiten bietet wie Pfronten im Allgäu. Ob kreativ mit den Händen, aktiv draußen in der Natur oder genussvoll am gedeckten Tisch – drei unterschiedliche Auszeit-Typen zeigen, wie vielseitig sich ein kurzer Aufenthalt in den Allgäuer Alpen gestalten lässt.

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Genießer entspannen besonders gut auf der Edelsberghütte – beim Hüttenfrühstück oder Kässpatzen-Essen
Foto: Janna Kamphof

Die Kreativen: Frei-Zeit nutzen, um etwas Eigenes zu schaffen
Den Kopf freibekommen, indem die Hände beschäftigt sind – für viele ist das die beste Form der Auszeit. Volle Konzentration auf etwas anderes, etwas Ungewohntes, das unsere ganze Aufmerksamkeit benötigt und schon kreisen die Gedanken nicht mehr um die eigenen Probleme. Nicht nur deshalb sind Kreativ-Workshops so beliebt. Zusätzlich lernt man beim Töpfern, Malen oder Glasblasen auch neue Fertigkeiten. Wer beim Selbermachen am besten abschalten kann, findet in Pfronten gleich mehrere Angebote, um die eigenen Hände sprechen zu lassen. Im Workshop von Keramikerin Judith Lomba wird geknetet, geformt und geglättet, bis aus dem feuchten Ton eine Tasse, Schale oder Skulptur entstanden ist. Die Pfrontener Künstlerin Anette Nöß bietet Mal-Workshops an. Gemeinsam geht es mit intensiven Farbpigmenten, Naturmaterialien, Pinseln und Spachteln hinaus in die Natur zum „Malen am Baum“. In den Workshops von Glasbläser Alexander Endres formen die Teilnehmer aus flüssigem Glas ihre eigenen Glasperlen. Und in der Werkstatt von Markus Nöß können Interessierte sogar ihre eigenen Haferlschuhe herstellen.

Die aktiven Relaxer: Zum Abschalten raus in die Natur
Wer Entspannung vor allem in der sanften Bewegung findet, ist in Pfronten, am Fuße der Alpen genau richtig. Mit dem Fahrrad oder E-Bike geht es durch das malerische Voralpenland, immer mit Blick auf die Alpengipfel wie den Aggenstein oder den Breitenberg. Für Erfrischung sorgen die vielen kleine Badeseen der Region. Leichte Wanderungen in der Natur, wie die romantische Waldroute Vilstalrunde lassen einen Schritt für Schritt zur Ruhe kommen. Auf dem Moor- und Streuwiesenpfad durch das geheimnisvolle Pfrontener Moos führen Holzstege durch eine besondere Naturlandschaft mit seltenen Pflanzen. Wer die Umgebung besonders intensiv erleben möchte, schließt sich einer geführten Wanderung an und entdeckt dabei versteckte Plätze und spannende Geschichten aus der Region. Die innere Mitte findet man auch mit Atemübungen und Sonnengrüßen wie beim Yoga am Berg vor beeindruckender Alpenkulisse auf der Holzplattform in der Nähe der Ostlerhütte auf dem Breitenberg. Und beim Yoga mit Alpakas sorgen die putzigen Tiere mit ihrer puren Anwesenheit für Entschleunigung.

Die Genießer: Kulinarische Auszeit mit Allgäuer Charakter
Eine Auszeit kann auch ganz einfach am Tisch beginnen. In Pfronten gelingt das besonders gut, denn hier wird in den bodenständigen Gasthäusern zumeist eine ehrliche Allgäuer Küche mit regionalen Zutaten serviert. Beim Angebot „All-You-Can-Eat-Kässpatzen“ auf der Edelsberghütte kommt zu den frisch geschabten Spatzen, kräftigem Bergkäse und den knusprigen Röstzwiebeln noch eine Prise Hüttenromantik dazu. Das beste Frühstück ist jenes, das man sich richtig verdient hat. Nach einer kurzen Wanderung hinauf zur Edelsberghütte schmeckt das Bergfrühstück mit würzigem Käse von der Alp, Wurst und Schinken von lokalen Produzenten, selbst gebackenem Brot und natürlich einem schönen Ausblick in die Berge und viel frischer Bergluft besonders gut. Weniger rustikal geht es im Restaurant Pavo im Hotel Blaue Burg auf dem Falkenstein zu. Hier serviert Simon Schlachter, jüngster Sternekoch Bayerns, eine moderne alpine Küche aus hochwertigen Zutaten der Region. Ein dreigängiges Mittagsmenü gibt es dort bereits ab 87 Euro.

Pfronten: Ideal am Fuße der Allgäuer und Tiroler Alpen gelegen, erstreckt sich Pfronten mit seinen 13 Ortsteilen über drei Höhenlagen und öffnet somit das Tor zu einer der schönsten und bedeutendsten Landschaften Europas. Umgeben von Burgen und Schlössern – darunter auch die bekannten Bauwerke Neuschwanstein und Linderhof – wirkt die Region mit ihren zahlreichen Seen, Flüssen, Wiesen und Wäldern, sowie Deutschlands höchstgelegene Burgruine Falkenstein selbst wie ein groß angelegter Schlosspark. Outdoor-Freunde und -Neulinge erkunden die umliegende Berg- und Talwelt auf verschiedenen Wander-, Rad- und Themenwegen: Sei es nun mit etwas Starthilfe durch die Breitenbergbahn, die auf den 1.838 Meter hohen Hausberg fährt, oder zu Fuß direkt auf die Gipfel der Region. Mit den zahlreichen Erlebnispaketen geht es in Pfronten gemeinsam mit ausgebildeten Tourguides sowohl im Sommer wie auch Winter raus in die Natur. Neben der spektakulären Kulisse erwartet Urlauber eine leckere, traditionelle Küche und ein authentisches Allgäuer Lebensgefühl. Kulturinteressierte erfahren auf der Ortswanderung „Pfronten früher und heute“, bei der jährlichen Pfrontener Viehscheid oder auf dem Trachtenmarkt alles über die Traditionen Pfrontens. Im sogenannten „Kreativstadel“ üben sie sich auch in alten Handarbeitskünsten wie Filzen und Glasperlendrehen. Übernachtet wird in exklusiven Hütten-Suiten, im selbstgebauten Iglu, direkt an der Felswand oder in urigen Gasthöfen. Die Pfronten Outdoor-App ist optimaler Wegbegleiter mit beweglicher Karte zur Offlinenutzung und einer Auswahl an den schönsten Berghütten, Sehenswürdigkeiten, Tourenvorschlägen sowie verschiedener Erlebnisangebote mit den Outdoor-Experten.