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Kunststiftung DZ BANK für den Deutschen Kulturförderpreis nominiert

Die Kunststiftung DZ BANK wurde mit ihrem langfristigen Vermittlungsformat »Zukunft wagen – Demokratie gestalten« für den Deutschen Kulturförderpreis 2026 des Kulturkreises der deutschen Wirt-schaft nominiert.

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Kunststiftung DZ BANK für den Deutschen Kulturförderpreis nominiert
Foto: kunststiftungdzbank.de

»Zukunft wagen – Demokratie gestalten« ist ein Workshop und Diskussionsformat für Schülerinnen und Schüler mit Akteurinnen und Akteuren aus Stadt, Politik und Bildung. Aus der Rezeption von Kunstwerken der jeweiligen Ausstellungen der Kunststiftung entwickeln die Lernenden gesellschaftlich relevante Fragestellungen sowie Zukunftsvisionen und moderieren im Anschluss eine Diskussion. Mit diesem langfristigen Format lädt die Kunststiftung DZ BANK Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulformen aus allen Stadtteilen Frankfurts ein, mit Personen der Öffentlichkeit über aktuelle und gesellschaftsrelevante Themen ins Gespräch zu kommen. Die Auseinandersetzung mit den Kunstwerken befähigt sie dazu, kritisch zu denken und Fragen zu formulieren, mit denen sie ihren Interviewpartpartnern auf Augenhöhe begegnen. Das Format findet einmal jährlich statt und startete 2025 mit dem Frankfurter Oberbürgermeister Mike Josef, der den jungen Menschen Rede und Antwort stand.

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft hat gemeinsam mit Handelsblatt und ZDF 15 Unternehmen und Stiftungen für den Deutschen Kulturförderpreis 2026 nominiert, deren Kulturförderprojekte mit herausragender Kreativität, Relevanz oder Innovationskraft überzeugen. Die Shortlist wurde von einer Jury aus Vertretern aus Kultur, Medien und Wirtschaft ausgewählt. Seitens des Kulturkreises gehörten der Jury Rodger Masou, Geschäftsführer des Kulturkreises der deutschen Wirt-schaft und Dr. Claudia Schmidt-Matthiesen, verantwortlich für das gesellschaftliche Engagement der Deutsche Bank AG aus dem Arbeitskreis Kulturförderung an. Zur Jury gehörten außerdem die Journa-listin und 3sat-Moderatorin der Sendung »Kulturzeit« Vivian Perkovic sowie Martin Knobbe, stellver-tretender Chefredakteur beim Handelsblatt.

Die Preisträger werden am 11. Juni 2026 bei der Preisverleihung zu Gast bei der Hapag-Lloyd AG in Hamburg bekannt gegeben. Rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien werden erwartet. Bereits die Nominierung gilt als Auszeichnung und ist mit einer Einladung in das Netzwerk des Arbeitskreises Kulturförderung verbunden. Medienpartner des Deutschen Kulturförderpreises 2026 sind das Handelsblatt und das ZDF.

Kunststiftung DZ BANK Fördern • Ausstellen • Vermitteln
Der Fördergedanke – nicht nur in wirtschaftlicher, sondern gerade auch in kultureller und sozialer Hinsicht – gehört zum geistigen Kernbestand des Genossenschaftswesens. Er ist im ersten Paragrafen des Genossenschaftsgesetzes verankert. Daher gründete der Vorstand der Deutschen zentralen Genossenschaftsbank AG im Dezember 2020 die Kunststiftung DZ BANK, um die Sammlung, die seit 1993 besteht und mittlerweile 11.000 Exponate umfasst, im erweiterten Rahmen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit der Gründung der Kunststiftung wurde eine Plattform geschaffen, die sich als feste Instanz in der Frankfurter Kulturlandschaft etabliert hat.
Der Sammlungsschwerpunkt der DZ BANK liegt auf zeitgenössischen künstlerischen Praktiken des Fotografischen. Die anhaltende technische Entwicklung der Fotografie, von der Camera obscura bis hin zu computergenerierten Bildern, hat den Fokus zunehmend vom Medium selbst hin zum medienre lexiven Ansatz verschoben. Der Sammlungsschwerpunkt begreift Fotografie als künstlerisches Prinzip, als Denk-, Wahrnehmungs- und Bildraum, der experimentell, aber auch philosophisch ausgelotet wird. Entsprechend umfasst die Sammlung sowohl zweidimensionale als auch dreidimensionale Werke, die mit fotografischen Materialien arbeiten oder auf Konzepte wie Spur oder Abdruck referieren. Ergänzt wird der Bestand durch zeitbasierte Medien wie Video oder Film sowie durch Soundarbeiten, die das Fotografische in andere Sinnes- und Erfahrungsdimensionen überführen. Mit dieser Materialbreite zählt das Fotografische zugleich zu einem der innovativsten Felder innerhalb der zeitgenössischen Kunst.

Mit den alle zwei Jahre ausgeschriebenen Förderstipendien richtet sich die Stiftung an Kunstschaffende aller Altersklassen, die sich mit künstlerischen Techniken des Fotografischen auseinandersetzen und so die Gattungsgrenzen aufbrechen. Die Kunststiftung verantwortet damit die Förderung aktueller Prozesse und gewinnt ihrerseits Impulse für neue Fragestellungen und Bildsprachen. Die Arbeiten der Stipendiatinnen und Stipendiaten werden in einer eigenen Ausstellung präsentiert und anschließend in die Sammlung der DZ BANK überführt.

Gesellschaftlich relevante Themen finden in jährlich drei wechselnden Ausstellungen in Frankfurt am Main ihre Sichtbarkeit. Im Austausch mit Universitäten und Institutionen aus Wissenschaft, Forschung und Kunst werden aktuelle Diskussionen einbezogen. Präsentationen in anderen Ausstellungshäusern erhöhen die Sichtbarkeit der Sammlung und setzen die Kunstwerke in neue kuratorische Zusammenhänge.
Mit einem vielfältigen Vermittlungsprogramm lädt die Kunststiftung zum Austausch und zu Denkanstößen ein, bestehend aus Kunstführungen und Workshops für alle Altersgruppen, inklusive Teambuilding, Fortbildungen für Lehrkräfte, Angebote für Studierende sowie Kooperationen mit Schulen und Hochschulen. Tagungen, Vorträge und Gesprächsreihen ermöglichen eine wissenschaftliche und interdisziplinäre Reflexion. Die Sammlung der DZ BANK umfasst Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts von mehr als 1.100 internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Die Kunststiftung hat diese im Juli 2024 online gestellt. Damit erfüllt sie einmal mehr die wichtige Aufgabe, die umfassende Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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