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Letzte Aktualisierung: 08.03.2021

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Kulturquartier ist gut für Bockenheim

von Ilse Romahn

(12.02.2021) Die SPD-Fraktion im Römer freut sich, dass die Hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) nun endlich gemeinsam mit der Stadt Frankfurt den Kulturcampus Bockenheim voranbringen will.

„Der Weckruf von Kulturdezernentin Ina Hartwig kam zur rechten Zeit. Ich hatte schon den Eindruck, dass die grüne Ministerin vor der Kommunalwahl zögert, nur, weil sie keine Erfolgsmeldungen für eine SPD-Dezernentin ermöglichen will. Anders ist das lange Schweigen kaum zu erklären, denn die Grünen haben in ihrem Wahlprogramm die schnelle Durchführung des verabredeten Architekturwettbewerbs ja ausdrücklich gefordert. Doch jetzt hat die Wahlkampfstarre in Wiesbaden hoffentlich ein Ende – wir haben das gleiche Ziel und sollten dies zum Wohle Bockenheims auch schnell realisieren“, so die Bockenheimer SPD-Stadtverordnete Esther Gebhardt.

Der ausgewiesenen Kulturliebhaberin geht es dabei aber nicht nur um die Ansiedlung verschiedener Kulturinstitutionen und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. „Die Entwicklung des gesamten ehemaligen Unicampus Bockenheim liegt mir sehr am Herzen. Bislang hat der Wegzug der Universität den Bockenheimerinnen und Bockenheimern nur viel Leerstand, ein völlig überteuertes angebliches Studentenwohnheim und ein Luxushochhaus ohne geförderten Wohnraum gebracht. Da sind in der Vergangenheit so viele Fehler gemacht worden. Ohne den Druck der SPD wäre wohl dilettantisch weitergewerkelt worden. Ich denke nur an das misslungene erste Konzeptverfahren für gemeinschaftliches Wohnen. Erst jetzt konnte auf Initiative der SPD die ehemalige Akademie der Arbeit erworben werden und es entsteht tatsächlich Raum für das gemeinschaftliche Wohnen. Erst jetzt gibt es konstruktive Gespräche mit der ABG über das Offene Haus der Kulturen. Und ich fürchte, ohne den Druck der SPD hätte ABG-Geschäftsführer und CDU-Mitglied Frank Junker auf dem Areal weniger preisgünstige Mietwohnungen und mehr Eigentumswohnungen errichtet.“

„Wir sind auf dem richtigen Weg, jetzt muss nur noch mehr Tempo gemacht werden“, so die sozialdemokratische Kulturpolitikerin. Gebhardt geht davon aus, dass sich nach der Kommunalwahl die Wogen glätten werden, denn im Prinzip seien sich SPD und Grüne in ihren Zielen ja weitgehend einig und das Projekt Kulturquartier zu wichtig, um als politischer Spielball zu dienen.