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Letzte Aktualisierung: 22.04.2024

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Kulturentwicklungsplanung

Erster Beteiligungsworkshop zum Thema „Kulturorte als Experimentier- und Begegnungsorte“

von Ilse Romahn

(15.03.2023) Mit dem ersten Workshop zum Thema „Kulturorte als Experimentier- und Begegnungsorte“ sind starten am 14. März die Workshops der Beteiligungsphase der Kulturentwicklungsplanung (KEP) gestartet. In den kommenden Wochen und Monaten finden insgesamt 19 Workshops mit Frankfurter Kulturakteurinnen und -akteuren zu spezifischen kulturpolitischen Themen und Fragestellungen statt.

Ziel der Workshops ist es, entlang von Leitfragen gemeinsam Ideen für die weitere Entwicklung der Frankfurter Kulturlandschaft zu sammeln und zu formulieren. Diese Ideen fließen anschließend in die Erarbeitung von kulturpolitischen Maßnahmenvorschlägen ein, die der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden.
 
„Die Weiterentwicklung der Kultureinrichtungen zu attraktiven und durchgängig belebten Treffpunkten für die vielfältige Frankfurter Stadtgesellschaft ist das kulturpolitische Gebot unserer Zeit. Die offene und freiheitliche Gesellschaft braucht Orte des Austauschs und der Begegnung, um demokratische Mitwirkung und Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Unser erster KEP-Workshop richtet den Blick dabei unter anderem auf die Gestaltung der Publikumsbereiche der Kultureinrichtungen und den öffentlichen Raum davor: Welche Rolle kommt den Kulturbauten in der von verschiedensten kulturellen Einflüssen und sozialen Erfahrungen geprägten europäischen Großstadt des 21. Jahrhundert zu? Welche Möglichkeiten zur individuellen Aneignung über die regulären Angebote hinaus könnten sich für Bürgerinnen und Bürger eröffnen? Ich bin sehr gespannt darauf, welche Ideen und Ansätze die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops erarbeiten werden und danke allen schon jetzt sehr herzlich für ihre Mitwirkung und Ihr Engagement!“, sagt Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig.
 
Zu den Themen der weiteren Workshops zählen etwa Kultur im öffentlichen Raum, die Öffnung der Kultureinrichtungen, Inklusion, Kulturelle Bildung, ökologische Nachhaltigkeit, Kultur und Digitalität, Kulturkommunikation, Räume für Kunst und Kultur, Kulturförderung und kulturpolitische Beteiligung. An den Workshops können alle Personen teilnehmen, die in Frankfurt professionell im Kulturbereich tätig sind, zum Beispiel Mitarbeitende der Frankfurter Kultureinrichtungen, freie Kunst- und Kulturschaffende, in der Kulturellen Bildung tätige Mitarbeitende von Bildungseinrichtungen, Studierende und Mitarbeitende der künstlerischen Studiengänge an den Hochschulen und Ausbildungsstätten, Mitarbeitende der in Frankfurt tätigen kulturfördernden Stiftungen und Organisationen sowie im Kulturbereich tätige Mitarbeitende anderer städtischer Ämter und Betriebe. Die Anmeldung erfolgt über das Anmeldeformular auf der Website kep-ffm.de.
 
Bisher wurden 770 Workshop-Plätze an über 370 Kulturakteurinnen und -akteuren vergeben. Aufgrund des sehr großen Interesses an den Workshops wurden zudem Zusatztermine zu den gefragtesten Themen eingerichtet. Kulturdezernentin Hartwig zeigt sich angesichts dieses großen Zuspruchs hocherfreut: „Ich freue mich wirklich sehr über das große Interesse an den Workshops der Kulturentwicklungsplanung! Eine breite Beteiligung ist für die Zukunft der Kultur in unserer Stadt von immenser Bedeutung, denn wir stehen vor komplexen Herausforderungen, für die wir gute Lösungen brauchen.“
 
Moderiert werden die Workshops von Patrick S. Föhl, der die Stadt Frankfurt als externer Experte bei der Kulturentwicklungsplanung begleitet. „Der Umfang und die Vielzahl der unterschiedlichen Erhebungen in der ersten Prozessphase der Frankfurter Kulturentwicklungsplanung haben es bereits deutlich gemacht: Hier wird Partizipation besonders hoch gehalten und in ausgesprochen vieler Hinsicht ermöglicht – von der Online-Umfrage und den 45 Einzelinterviews mit Kulturschaffenden über die Befragungen spezifischer Fokusgruppen und der Besucher in den Kultureinrichtungen bis hin zur innovativen Bürgerbeteiligung im öffentlichen Raum. So konnten verschiedenste Perspektiven auf die Kultur in Frankfurt am Main erhoben und eine breite und belastbare Diskussionsgrundlage für die jetzt beginnenden Workshops geschaffen werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass das mutige und transparente Vorgehen der Stadt Frankfurt bei der Kulturentwicklungsplanung bundesweit wichtige Impulse setzen und andere Kommunen zu strategischen Kulturplanungen inspirieren wird.“ (ffm)