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Letzte Aktualisierung: 21.06.2021

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Kulturdezernentin Hartwig gratuliert zwei Frankfurter Verlagen zum Deutschen Verlagspreis 2021

von Ilse Romahn

(27.05.2021) Am Mittwoch, 26. Mai, wurden von Kulturstaatsministerin Monika Grütters die Gewinner des Deutschen Verlagspreises 2021 bekannt gegeben. Zu den mit 24.000 Euro ausgezeichneten Verlagen der Kategorie zwei zählen auch der Klostermann Verlag und der gutleut Verlag aus Frankfurt am Main. Sie erhalten diese Auszeichnung für ihre hervorragenden Leistungen in der Herstellung und dem Vertrieb des Kulturgutes Buch.

Die Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Ina Hartwig, begrüßt die Entscheidung ausdrücklich: „Ich freue mich sehr, dass auch in diesem Jahr wieder zwei Verlage aus Frankfurt mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet wurden. Das zeugt von der Lebendigkeit und Vitalität der Buch- und Literaturstadt Frankfurt, die stolz auf die hier tätigen Verlage ist. Ich gratuliere den Verlegern Vittorio Klostermann und Michael Wagener sehr herzlich zu dieser hochverdienten Würdigung ihrer Arbeit. Wiewohl beide Verlage in ihrem Profil unterschiedlich sind, verbindet sie die herausragende Qualität ihrer Bücher und ein überaus eigenständiges Programm, das sie unverwechselbar macht.“

Zahlreiche Reihen mit über 100 Publikationen sind seit Gründung des gutleut verlags durch Michael Wagener im Jahr 2002 erschienen. Der Verlag ging aus dem Frankfurter Ausstellungsraum gutleut 15 hervor. Sein Schwerpunkt lag zunächst im künstlerischen und wissenschaftlichen Bereich wie Kunstkataloge und Monographien zur zeitgenössischen Kunst, später kamen Lyrikbände dazu, unter anderem die Reihe staben. Besonders heben sich die Bücher durch ihre kunstvolle Gestaltung hervor. Der gutleut verlag wurde mit dem Hessischen Verlagspreis 2020 ausgezeichnet.

Der Verlag Vittorio Klostermann ist ein alteingesessener Frankfurter Wissenschaftsverlag, der seinen Fokus auf Philosophie, Literatur- und Sprachwissenschaft, Rechtswissenschaft und Buch- und Bibliothekswesen ausrichtet. Mehr als 4000 Bücher sind seit der Gründung des Verlags 1930 erschienen, etwa 1800 Titel sind heute lieferbar, unter anderem die Gesamtausgabe der Schriften von Martin Heidegger und die Wiener Ausgabe von Ludwig Wittgenstein. Durchschnittlich erschienen in den letzten Jahren etwa 50 Neuerscheinungen und Neuauflagen, hinzu kommen zehn Zeitschriften und Jahrbücher. Mit Sondereditionen wie der Weißen Reihe für vorwiegend Dissertationen und der Roten Reihe mit künftigen Klassikern der Philosophie und verwandter Gebiete wendet sich der Verlag besonders an ein studentisches Publikum. Gegründet 1930 von Vittorio Klostermann, führt den Verlag heute sein Sohn Vittorio E. Klostermann fort. Der Klostermann Verlag wurde ebenfalls mit dem Hessischen Verlagspreis 2020 ausgezeichnet.

Der Deutsche Verlagspreis wird im Jahr 2021 bereits zum dritten Mal von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien Monika Grütters vergeben. Ziel dieses Preises ist die Unterstützung der hervorragenden Arbeit unabhängiger Verlage in Deutschland. Partner des Preises sind die Kurt-Wolff-Stiftung und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. (ffm)