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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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KUBI startet neues Projekt: Netzwerk für Demokratie und gegen Rassismus

Integrationsdezernentin Weber: ‚Aktionsplan gegen Rassismus und Rechtsextremismus konsequent umsetzen‘

von Ilse Romahn

(18.09.2020) Demokratie fördern, Partizipation stärken – und gegen Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie und Diskriminierung wirken: Darum geht es im neuen Projekt „MOND - Migrant*innen Organisationen Netzwerk für Demokratie“. Der Verein für Kultur und Bildung (KUBI) hat den Start des Projekts am Donnerstag, 17 September, bekannt gegeben.

Dessen Ziel ist es, migrantische Vereine und Organisationen in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet strukturell stärker zu vernetzen. Miteinander, aber auch mit bestehenden Strukturen und Institutionen in der Stadt und in den Stadtteilen. So entsteht ein breites, über kulturelle Grenzen hinweg wirksames Bündnis für die Demokratie und für den Kampf gegen Extremismus. Im Rhein-Main-Gebiet gibt es schätzungsweise über 1000 migrantische Organisationen, die dementsprechend sehr viele Menschen erreichen. Sie können enorm dazu beitragen, demokratische Werte und Prinzipien in die Gesellschaft zu vermitteln und Menschen für ihren Einsatz gegen antidemokratische Entwicklungen zu aktivieren.

„Nur gemeinsam sind wir stark“
Integrationsdezernentin Sylvia Weber sagt: „Mit dem Aktionsplan gegen Rassismus und Rechtsextremismus haben wir als Stadt ein langfristiges und strukturelles Programm aufgelegt um Rassismus, Hass und Gewalt wirksam zu bekämpfen. Dazu gehören auch die Vernetzung und das Empowern von Betroffenen. Wir wollen People of Color und Menschen mit Einwanderungsgeschichte zusammenbringen und in ihrem Engagement für Demokratie und Akzeptanz unterstützen.“

MOND wurde in den Aktionsplan gegen Rassismus und Rechtsextremismus aufgenommen. Das gleiche gilt übrigens für zwei weitere aktuell initiierte Projekte, nämlich „Partizipative Elternstärkung in der Bildungsregion Ost (PEB)“ von KUBI und „Hand in Hand“ von BIKU, der Tochtergesellschaft von KUBI.

„Wir wenden uns gegen Rassismus und gegen jede weitere Form von Extremismus. Egal in welche Richtung sie geht und egal von wem sie kommt“, erklärt Arif Arslaner, Geschäftsführer von KUBI. „Um die Demokratie zu verteidigen, müssen wir die Menschen zusammenbringen. Nur gemeinsam sind wir stark.“

Organisationen partizipieren an der Konzeptentwicklung
Geplant ist, Vertreter der Organisationen zu ersten Workshops und Veranstaltungen einzuladen, um sich über Themen wie demokratische Grundwerte, Partizipationsmöglichkeiten, Gleichberechtigung und Diskriminierung auszutauschen. Im zweiten Schritt soll gemeinsam mit ihnen ein Schulungskonzept entwickelt werden, um mit entsprechenden Veranstaltungen viele weitere Menschen zu erreichen. (ffm)