Kritik an geplanter Eintrittspreiserhöhung
CDU: „Museumsbesuche müssen erschwinglich bleiben!“
Mehr noch, die Häuser sollten für neues Publikum weiter erschlossen werden. Die rund 50 Prozent an Menschen, die in Deutschland niemals ein Museum besuchten, erreiche man jedenfalls nicht, wenn die Eintrittspreise bis auf 20 € kletterten. Kößler bezieht sich bei seiner Argumentation auf eine Studie des Wissenschaftsministeriums in Baden-Württemberg, der zufolge nur 15 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen regelmäßig ein Theater, ein Museum oder ein Konzert besuchen.
„Frankfurt bietet mit dem Museumsufer ein einmaliges Repertoire hochinteressanter Ausstellungen. Der Beitrag der Museen – Beschaffen, Bewahren, Erforschen, Bekanntmachen und Ausstellen – steht im Dienst der Gesellschaft", betonte er. "Unser Anliegen in der Kommunalpolitik muss es deshalb sein, die städtischen Kultureinrichtungen für neue Besucher und für Menschen aller gesellschaftlichen Gruppen weiter zu öffnen und ihnen die kulturelle Teilhabe zu ermöglichen. Dazu müssen Hemmschwellen und Hindernisse – wozu ein hoher Eintrittspreis definitiv gehört – abgebaut werden.“
Auch die allgemeine Kostenentwicklung sowie die Inflation rechtfertigen nach Kößlers Meinung eine drastische Preiserhöhung um bis zu 66 Prozent in Frankfurt nicht: „Die im Jahr 2022 vollzogene Kürzung der Öffnungszeiten um praktisch einen zusätzlichen Tag war bereits ein herber Einschnitt. Damit wurden die Besucher der Museen für die Haushaltslöcher der Koalition schon erst kürzlich in die Haftung genommen. Als CDU-Fraktion werden wir deshalb den in der Stadtverordnetenversammlung jetzt anstehenden Vorratsbeschluss nicht mittragen.“
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