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Letzte Aktualisierung: 01.07.2022

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Kriminalstatistik 2021

Sicherheitslage im Main-Taunus-Kreis erneut verbessert – 448 Straftaten in Kriftel

von Adolf Albus

(20.05.2022) Der Erste Beigeordnete der Gemeinde Kriftel legte jetzt in den Ausschüssen die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) der Polizeidirektion Main-Taunus 2021 vor. Aus dieser geht hervor, dass sich die Sicherheitslage im Main-Taunus-Kreis erneut verbessert hat, und zwar im sechsten Jahr in Folge.

2021 gab es insgesamt noch 9.429 Delikte gegenüber dem Vorjahr mit 9.625 Straftaten. Dies sind 196 Fälle weniger. „Die geringeren Fallzahlen ergeben sich insbesondere aus einem Rückgang im Bereich der Eigentumsdelikte“, so Jirasek. „Wobei hier vorrangig Rückgänge beim Wohnungseinbruchsdiebstahl, dem Ladendiebstahl und der Anzahl gestohlener Fahrräder auffallen.“ Zu beachten sei jedoch, dass pandemiebedingt viele Bürgerinnen und Bürger vermehrt zu Hause gewesen sind und die Geschäfte teilweise geschlossen waren. Es fehlte somit an Tatgelegenheiten.

Einen Anstieg gab es bei den Sachbeschädigungen, den Bedrohungen und im Bereich des Hausfriedensbruchs (+54,3 Prozent). Es wurden auch mehr Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz gemeldet. Die Häufigkeitszahl zeigte sich aber wie in den vergangenen Jahren weiter rückläufig und ging von 4.035 auf 3.941 zurück. Damit liegt der Main-Taunus-Kreis 1399 Straftaten unter dem Durchschnitt des Landes Hessen (5.340). Die Aufklärungsquote (AQ) von 64,5 Prozent stelle die mit Abstand höchste jemals im Kreisgebiet gemessene AQ dar, heißt es in der Kriminalstatistik.

In Kriftel verringerte sich die Anzahl der Straftaten im vergangenen Jahr um 67 Taten (-13 Prozent) auf 448 Taten. Dies entspricht 4,8 Prozent der im gesamten Main-Taunus-Kreis verübten Taten. Die Aufklärungsquote blieb mit 64,3 Prozent stabil. Von 271 ermittelten, tatverdächtigen Personen sind 56 Frauen und 215 Männer, 101 Personen sind nichtdeutscher Herkunft (37,3 Prozent). Die Häufigkeitszahl liegt mit einem Wert von 4.019 leicht über dem Niveau des Kreises.

„Die drei häufigsten vorkommenden Straftaten in Kriftel sind Sachbeschädigung mit 53 Fällen (Aufklärungsquote 34 Prozent), vorsätzliche leichte Körperverletzung mit 45 Fällen und einer Aufklärungsquote von 95,6 Prozent sowie das Erschleichen von Leistungen mit 44 Fällen, die alle aufgeklärt werden konnten“, heißt es in der Statistik.

Die Polizei ist weiterhin auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. „Zögern sie daher nicht den Notruf zu wählen und sich als Zeugin oder Zeuge zur Verfügung zu stellen, sobald Ihnen etwas verdächtig vorkommt“, heißt es im Bericht. Es werde weiterhin der Fokus auf die Prävention von Straftaten gesetzt. Insbesondere die Straftaten zum Nachteil älterer Personen sollen möglichst unterbunden werden. Jirasek: „In Kriftel sind weiterhin sechs Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren im Einsatz, die mit hilfreichen Tipps zur Aufklärung der Zielgruppe beitragen. Für die Belange der Sicherheit und Ordnung ist weiterhin ein Freiwilliger Polizeihelfer in der Gemeinde präsent, um das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu stärken.“ Mittlerweile sind drei Hilfspolizistinnen und -polizisten bei der Gemeinde angestellt.