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Kriftels Ferienspielkinder tauchen in die Welt der Computer ein

Leises Surren, gedämpfte Stimmen – in den hellen Büroräumen der Firma sidis IT GmbH & Co. KG am Holzweg 26 herrscht gespannte Konzentration. Auf einem rollbaren Smartboard wird Geschäftsführer Thomas Schönling gleich das Thema künstliche Intelligenz vorstellen.

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Foto: Gemeinde Kriftel

„Wir nutzen KI bereits jeden Tag, ohne es zu merken“, führt Schönling aus. Was er auf seinem Handy macht, können alle auf dem Smartboard mitverfolgen. Und in der Tat ist es so: Bei der Suche im Internet, Übersetzungen, Musikstreaming oder in der Navigation - ohne KI läuft heute kaum noch etwas. „Aber es kommt auf den richtigen Umgang an. Ich sehe künstliche Intelligenz als Chance, aber man muss wissen wie man sie nutzt“, so der Fachmann.

Während er noch Smartboard-Kabel und Stecker prüft, tauchen drei Köpfe in ein Rechnergehäuse. Die Haarspitzen wackeln. Thomas Schönlings Kollege, Geschäftsführer Marc Spohr schmunzelt. „Die Jungs sind sehr interessiert“, lobt er. Und liefert die Erklärung, was Jannik, Felix und Benjamin tief im Innern des Computerturms suchen. „Der Arbeitsspeicher soll ausgebaut werden.“

Ein solcher Arbeitsspeicher, auch RAM genannt, sei eine wichtige Komponente des Computers, die als Kurzzeitspeicher für aktuell ausgeführte Programme dient. Stefan Schmelz vom Krifteler Werbemittelhersteller SIGNIA und sidis-Mitarbeiter Andreas Respondek fachsimpeln derweil über IT‑Infrastruktur, Netzwerke, Server‑Virtualisierung, Cloud‑Lösungen und Datensicherheit. sidis IT-Lösungen und SIGNIA Werbemittel gehören zur VKS, der Vereinigung Krifteler Selbstständiger. Die VKS ist an diesem Tag Kooperationspartner der Krifteler Ferienspiele.

Auch alles was rund um die IT-Welt der Bits und Bytes interessant ist, wird in den Büroräumen im Krifteler Holzweg erläutert. Sieben junge Menschen im Alter von Sieben bis Vierzehn haben sich für dieses Angebot angemeldet. Marc Spohr freut das Interesse. Er reicht ihnen einen bleistiftlangen Plastik-Riegel mit goldenen Kontakten, einen RAM‑Riegel: „Den müsst ihr beim Einbau immer an den Kanten anfassen, um nichts zu beschädigen.“ Die Arbeit an den Geräten ermuntert Leonard (12) über Informatik zu erzählen: „Mit meinem Vater habe ich auch schon mal seinen Computer repariert!“ Emil sitzt konzentriert mit dem Kreuzschlitz-Schraubendreher daneben: „In der Schule hatte ich mal einen Informatikkurs“, schaltet er sich ein.

Neben dem praktischen Teil gehört auch Theorie dazu: „Am Vormittag gab es einen lebhaften Überblick zur Geschichte der Computer“, erzählt Stefan Schmelz. Von Konrad Zuse mit der Z3, über den Apple I von Steve Jobs bis zu modernen KI-Systemen und Cloud-Plattformen informierten die Fachleute. Alle im Raum spüren: Digitalisierung ist praktisch, spannend und macht einfach Spaß.