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Letzte Aktualisierung: 03.06.2020

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Kriftels Erdbeersaison offiziell eröffnet

Kalte Nächte verlangsamen das Wachstum

von Adolf Albus

(22.05.2020) Am Montagvormittag hatte Landrat Michael Cyriax zur offiziellen Eröffnung der Erdbeersaison auf den Hof von Karl-Heinz Hasenbach und seinem Sohn Sebastian nach Kriftel eingeladen. Mit dabei waren die Erdbeerbauern Berthold Heil (Kriftel), Jürgen Pauly und Reiner Paul (beide Hofheim).

Bürgermeister Christian Seitz und der Erste Beigeordnete Franz Jirasek lieben die roten Früchte. Klar, dass auch sie gute Kunden der Krifteler Erdbeerbauern sind.
Foto: Gemeinde Kriftel
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Verkauft werden die süßen Früchte in Kriftel aber schon seit gut zwei Wochen - in den Hofläden und an den Verkaufsständen auf den Erdbeermeilen parallel zu den Landesstraßen Richtung Hattersheim beziehungsweise Zeilsheim.

„Wir freuen uns – wie viele Krifteler und Erdbeerfans in der ganzen Region - jedes Jahr von neuem auf die ersten Krifteler Erdbeeren“, betonen Bürgermeister Christian Seitz und der Erste Beigeordnete Franz Jirasek. „Schließlich ist Kriftel auch durch sie in der ganzen Region bekannt. Die Corona-Zeit hat gezeigt, wie wichtig die heimische Landwirtschaft ist, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.“ In diesem Jahr sei es allerdings für die Erdbeerbauern eine besondere Herausforderung gewesen, die Ernte zu organisieren, da wegen der Corona-Pandemie mit Quarantänebestimmungen und Einreisehindernissen zunächst unklar war, ob überhaupt und wie viele ausländische Erntehelfer kommen können.

 

Erntehelfer in Quarantäne

Durch den Hallenneubau im Hochfeld sei genügend Platz für die Erntehelfer aus Polen entstanden, so dass alle kommen konnten und die Ernte wie gewohnt läuft, berichtet Astrid Hasenbach vom Obsthof an der Kirche. Schon seit vielen Jahren kommen immer dieselben Helfer auf den Hof. Auch Familie Theis freut sich, dass letztlich doch fast alle polnischen Erntehelfer inzwischen da sind. „Sie waren zunächst bei uns zwei Wochen in Quarantäne. Das bedeutet, sie haben sich ausschließlich zwischen ihrer Unterkunft im Hof und dem Erdbeerfeld hin und her bewegt“, so Elke Theis. Die Gebrüder Hoss vom Lindenhof und auch Berthold Heil haben dagegen in diesem Jahr erstmals Erntehelfer aus der Region angeworben.

 

Erst zu trocken, jetzt zu kalt

Die langanhaltend sommerlichen Temperaturen im Frühjahr kamen den Erdbeerbauern zugute. „Es war allerdings so trocken, dass wir die Pflanzen im April ohne Ende bewässern mussten“, erzählt Elke Theis vom Mönchhof. „Und die Eisheiligen haben das Wachstum der Erdbeeren etwas ausgebremst, jetzt muss es in den Nächten dringend wieder wärmer werden“, ergänzt Layunta vom Lindenhof der Gebrüder Hoss. Doch sie sind zufrieden: Die Erträge sind bisher gut. Die Kunden kommen reichlich.