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Letzte Aktualisierung: 15.07.2024

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Krifteler Musiker gewinnt Preis

Bandmitglied Paul Kowollik gewinnt den Hermann Hesse Preis

von Adolf Albus

(11.07.2024) Die Band „De Breaks“ ist mittlerweile Kindern und Jugendlichen deutschlandweit ein Begriff: Die Krifteler Paul Kowollik und Tom Blanz (E-Gitarre und Gesang), und die Brüder Matti (Bass) und Tom Reith (Schlagzeug) aus Frankenthal waren 2022 in der 10. Staffel von The Voice Kids auf SAT1 zu sehen

Luna Spiegel, Berenike Breitenstein, Mika Rocky Mai, Paul Kowollik
Foto: Gemeinde Kriftel
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Betreut von Smudo und Michi von den "Fantastischen Vier" schafften sie es bis in die Battles und durften auch noch mal live im großen Finale in Berlin auftreten. Viele Auftritte folgten: So in der Show „Die Puppenstars“, moderiert von Fernsehlegende Thomas Gottschalk, oder auch beim Hessentag 2023 in Pfungstadt. Auch beim Krifteler Parkfest traten sie auf und jede Menge Fans stürmten den Freizeitpark.

„Die Band ist noch immer aktiv, vor kurzem waren sie im Tigerentenclub im KiKa zu sehen“, berichtet Pauls Vater Stefan Kowollik. „Sie waren in der Hauptgast im Studio, haben zwei eigene Songs gespielt und den Song mit dem sie 2022 bei The Voice Kids erfolgreich waren: Holiday von Green Day.“ Die Liveaufzeichnung sei eine erfolgreiche und spannende Aktion für die Band und auch für die Mitarbeiter beim Tigerenten Club gewesen, erzählt Stefan Kowollik augenzwinkernd. Das Ergebnis kann man in der ARD-Mediathek sehen.

Talent liegt Paul in den Genen

Erfolge und Preise hat Bandmitglied Paul aber auch als Solomusiker oder auch mit weiteren Projekten gewonnen: 2023 siegte er beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in der Kategorie „E-Gitarre“ in seiner Altersklasse. Mit dem integrativen Bandprojekt Rockytrio gewann er jetzt auch den „Hermann Hesse Preis“. „Das ist eine Unterkategorie von Udo Lindenbergs Panikpreis“, berichtet Stefan Kowollik, Musiklehrer und Musiker. Auch Pauls Mutter Migena Dhima ist Musiklehrerin und erteilt Klavierunterricht. Da ist das Talent des Sohnes nicht verwunderlich…

Der Songwettbewerb „Panikpreis“ fördert junge Musiker und Texter, die provokant schreiben und sich nicht anpassen an den allgemeinen musikalischen Mainstream. Er soll sie ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen. „Wir suchen individuelle Pioniere, schrille Texter und solche, die sich einmischen und gegen den Mainstream schwimmen“, heißt es so ähnlich auf der Webseite. Ein fester Bestandteil ist der Sonderpreis „Beste Hermann Hesse Vertonung“, mit 1.000 Euro dotiert.

Die Bandmitglieder des Rockytrio sind neben Paul (14 Jahre) Berenike Breitenstein (Gesang, 13) aus Leinefelde, Luna Spiegel (Posaune, 15 Jahre) aus Lüneburg und Mika Rocky Mai (Klavier/Keyboard/Produktion, 14 Jahre alt) aus Rockenberg. Die junge Pop-Band singt in deutscher Sprache und besteht bereits seit zwei Jahren. Luna, Paul und Mika haben sich bei einem Jazz-Workshop der Landesmusikakademie in Schlitz kennengelernt. Sie waren mit Abstand die jüngsten TeilnehmerInnen des Workshops und fanden so schnell zueinander.

Mit drei eigenen Pop-Songs gewannen sie bereits zwei Monate nach ihrer Gründung die Bundeswettbewerbe der Berliner Festspiele. Innerhalb eines Jahres nahmen sie jeweils fünf Urkunden beim Deutschen Rock & Pop Preis - und fünf weitere beim Landeswettbewerb von „Jugend jazzt“ in Empfang.

Als jedoch die Jungs in den Stimmbruch kamen, musste schnell ein Sänger her. Über Instagram suchte das Rockytrio lange vergeblich. Viele Gleichaltrige bewarben sich, doch niemand war dabei, der wirklich gut zur Band passte. Da erinnerte sich Mika an eine Sängerin aus „The Voice Kids“ auf Sat.1. Er schrieb Berenike über Instagram an und kurz darauf reiste diese mit ihren Eltern die weite Strecke zur ersten gemeinsamen Probe an.

Auftritt mit Udo Lindenberg

Mit Berenike als Sängerin, neuen Songs und gemeinsamen Auftritten (auf dem Louis Braille Festival in Stuttgart oder dem Mensch-mach-mit-Festival in Friedberg/Hessen) bewarben sie sich mit einer Vertonung ihres Lieblingsgedichts „Im Nebel“ von Hermann Hesse beim Panikpreis der Udo- Lindenberg-Stiftung. Prompt gewannen sie die „Beste Hermann-Hesse-Vertonung 2024“. Der Preis wird alle drei Jahre verliehen.

„Das Preisgeld von 1000 Euro stecken wir in neue Produktionen“, sagt Paul, der sich sehr über die Wertschätzung freut, „und darüber, dass wir - obwohl wir eben so jung sind - als Musiker ernstgenommen werden. Und am 27. Juli dürfen wir außerdem mit Udo Lindenberg höchstpersönlich auf der Bühne stehen. Beim Hermann-Hesse-Festival in Hirsau. Das wird groß!“