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Krifteler Ferienspiele 2025: Kinder erleben Spür- und Rettungshunde hautnah

Auf dem weitläufigen Vereinsgelände des Vereins für Deutsche Schäferhunde Kriftel „Auf der Hohlmauer“ herrscht reges Treiben: Überall fröhliche Kinderstimmen, aufgeregtes Bellen, erwartungsvolle Augenpaare. Die Ferienspielkinder sind zu Gast bei Reiner Schöbel und seinem Team.

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Foto: Gemeinde Kriftel

„Seit über 30 Jahren machen wir mit“, sagt Reiner Schöbel. Er gehört zu den Vereinsurgesteinen und muss es wissen. Allein über zehn Jahre ist er der Vorsitzende des Vereins. Buntes Gewusel auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Platz. „Für uns eine Herzenssache – wir freuen uns jedes Jahr auf die Kinder“, erzählt der Chef.

Das Programm der Hundefreunde kann sich wieder sehen lassen. Gemeinsam mit Vorstand Agi Bommersheim, seit 1992 dabei, Melanie Gunkel und anderen Aktiven wartet er schon auf die Kinder in den roten Ferienspiele-T-Shirts. Hundehalterin Melanie Gunkel erklärt den Unterschied zwischen ihrem Schweizer Schäferhund und dem Deutschen Schäferhund: „Der Schweizer ist ganz weiß – das fällt auf.“

Highlight ist der Besuch der Diensthundestaffel Westhessen. Mit dabei sind Leiter Christian Nicolay und die Kollegen Marco Meyer, Martin Hein, Sara Lerch und andere. Im Mittelpunkt stehen ihre vier Deutschen Schäferhunde der Hundestaffel. Die Vierbeiner zeigen eindrucksvoll, was sie alles können.

„Wir decken heute verschiedene Bereiche ab – von der Unterordnung über Schutzdienst bis zur Spürarbeit“, erklärt Christian Nicolay. Die Kinder sehen, wie die Hunde bei Fuß gehen, auf Kommando sitzen, sich ablegen und auf Zeichen reagieren. Aber auch ihre feine Nase dürfen sie demonstrieren: Spürhündin Carla entdeckt Sprengstoff in Alukästchen. „Das hat sie richtig super gemacht!“, loben Anastasia (11) und ihre Freundin.

Trümmergebiete und unwegsames Gelände kein Problem

Noch spannender wird dann der Rauschgifteinsatz: In einem Polizeifahrzeug ist Rauschgift versteckt, und die Kinder dürfen fünf Minuten lang raten, wo. Der Schäferhund schlägt an zwei Stellen an – Treffer! „Unsere Hunde sind auf viele Einsatzszenarien vorbereitet“, erzählt Nicolay und ergänzt: „Es ist wichtig, dass die Tiere auch in unübersichtlichen Situationen konzentriert bleiben.“

Erstmals bereichert auch der Ortsverein des DRK Marxheim den Tag. Die DRK-Rettungshundestaffel ist mit sechs Hunden und vier Hundeführerinnen plus zwei Helfern ohne Hund vorbeigekommen. Jessica Meixner erläutert den Kindern, wie Rettungshunde im Ernstfall eingesetzt werden: „Die Hunde durchlaufen für die Kinder einen Parcours. Das machen wir, damit sie gut reagieren.“ Trümmergebiete und unwegsames Gelände sind den Hunden nicht fremd. Sie werden beispielsweise nach Erdbeben zu Einsätzen genutzt.

DRK-Frau Heike Dombo ergänzt: „Unsere Einsätze finden zu 95 Prozent nachts statt. Dafür tragen die Hunde Kenndecken mit Glocken und Leuchten. So können wir sie auch im Dunkeln orten.“ Eine solche Kenndecke hat das DRK- samt anderer Werkzeuge und Utensilien mitgebracht und legt alles zur Ansicht aus.

Die Hunde laufen durch die gestellten Aufgaben und bekommen für ihre Leistung viel Lob und Anerkennung. Die DRK-Staffelhunde dürfen gestreichelt werden. Der Verein um Chef Schöbel sorgt wie immer für das leibliche Wohl. Auf dem Grill brutzeln Würstchen, kalte Getränke stehen bereit, und am Ende des Tages gibt es für jedes Kind sogar ein Geschenk: Die Firma Josera Tierfutter unterstützt den Verein mit Werbeartikeln – und die geben die Mitglieder gerne an den Nachwuchs weiter.