Krifteler Ferienspiele 2025: Ein Tag beim Beachvolleyball
Die rote Linie auf dem hellen Sand markiert das Feld. Das Netz hängt straff, die Kinder stehen in Position. Mit konzentriertem Blick schauen sie zum Netz, barfuß, in den roten T-Shirts. Die Zehen? Im warmen Sand vergraben. Ein Junge wirft den Ball hoch, schlägt ihn mit lockerer Bewegung über das Netz – und gleich darauf ist die andere Seite am Zug. Es wird gebaggert, gepritscht und gerufen, was das Zeug hält. Am Spielfeldrand steht Danny Schleuning, die Arme locker verschränkt, das Auge wachsam auf das Spiel gerichtet.
Foto: Fuchs
„Und Achtung – bei der Annahme geht ihr schön tief, Oberkörper leicht nach vorn, Arme gestreckt“, ruft er den Kindern zu. Er lacht, als einer der Bälle im Sand landet, und klatscht dann anerkennend: „Das war richtig gut!“
Danny Schleuning ist im Vorstand der Volleyballabteilung der TuS Kriftel und Manager der TuS-Bundesliga-Mannschaft. An diesem Sommerferientag steht er mitten im Krifteler Freizeitpark auf dem Beachvolleyballfeld und coacht gemeinsam mit Bundesliga-Spieler Jonas Manß und dessen Freundin Lena Stiefvater eine Gruppe von 24 Kindern im Alter von 9 bis 14 Jahren. Es sind Krifteler Ferienspiele, die TuS-Beachvolleyballer sind wieder mit von der Partie und gestalten einen Ferientag.
„Wir wollen den Kindern den Sport zeigen, aber auch Teamgeist und Freude an Bewegung vermitteln“, erklärt Schleuning. Beachvolleyball sei technisch anspruchsvoll, aber auch ein toller Einstiegssport. „Draußen im Sand macht es doppelt Spaß.“ Jonas Manß nickt: „Wir gehen das hier ganz spielerisch an. Die Kinder sollen lernen, was ein Aufschlag ist, wie man baggert oder pritscht – aber ohne Druck. Der Spaß steht im Mittelpunkt.“ Und Lena ergänzt: „Die Kinder machen das richtig gut.“
Einige spielen zum ersten Mal Volleyball, andere bringen schon Erfahrung mit. So wie Benjamin, elf Jahre, der erzählt: „Ich spiele in der Volleyball-AG an der Weingartenschule und habe auch schon bei Turnieren mitgemacht.“ Er steht mit Naila (8) beisammen, die ganz in den Bann des Spiels gezogen wurde. „Ich find’s toll, dass wir alle zusammen sind“, sagt sie strahlend. Benjamin nennt Unterschiede zwischen Hallen- und Beachvolleyball: „Im Sand kann man sich besser hinwerfen, weil der Sand weich ist. Aber in der Halle springe ich höher, der Boden ist eben fest.
Beachvolleyball unterscheidet sich tatsächlich in einigen wichtigen Punkten vom klassischen Hallenvolleyball. Gespielt wird meist zwei gegen zwei, wobei jeder Spieler alles können muss – Angriff, Abwehr, Aufschlag. Aufschläge dürfen nicht geblockt werden, der Ball ist etwas größer und weicher als in der Halle. Das Spiel ist dynamisch und fordert Kondition und Koordination. „Und weil man draußen spielt, kommen noch Wind, Sonne und Sand als Faktoren dazu. Da ist kein Ball wie der andere“, berichten die Betreuer.
Zwischendurch gibt es kleine Trinkpausen. Das Training ist abwechslungsreich. Mal wird in Gruppen gearbeitet, mal gibt es kleine Wettkämpfe. Lena zeigt den Kindern, wie man sich beim Aufschlag richtig positioniert, Jonas demonstriert eine elegante Annahme. Am Ende ist die Sonne schon kräftig, der Sand warm, und die Kinder zufrieden und müde. Eines ist klar: Der Tag auf dem Beachvolleyballfeld war ein voller Erfolg.
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