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Letzte Aktualisierung: 03.04.2020

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Kriftel koordiniert Hilfsangebote – fast 50 Helfer haben sich bereits gemeldet

von Adolf Albus

(24.03.2020) In der vergangenen Woche hat Bürgermeister Christian Seitz eine neue Hotline vorgestellt: Dort können sich Helfer melden, die bereit sind, Erledigungen für Menschen zu übernehmen, die aufgrund von Alter oder Vorerkrankungen vom Corona-Virus besonders bedroht sind.

Auch die Hilfesuchenden, die alleine sind, können sich bei Seniorenberaterin Gabriele Kortenbusch unter (06192)4004-26 oder seniorenberatung@kriftel.de melden.

Sie koordiniert die Angebote und Anfragen, bringt Hilfesuchende und Helfende (telefonisch) zusammen. „Fast 50 Menschen, die helfen möchten, haben sich bereits bei mir gemeldet“, berichtet Gabriele Kortenbusch. „Einen ganz herzlichen Dank an alle!“ Erste Helfer und Hilfesuchende hat sie schon zusammengebracht.

Auch einige Hilfesuchende haben sich bereits gemeldet. In den nächsten Tagen rechnet die Seniorenberaterin mit weiteren Anrufen. Denn die Gemeinde hat noch am Freitag ein Flugblatt gedruckt, das von ehrenamtlichen Helfern prompt verteilt wurde und nun bereits in Supermärkten, Apotheken und Seniorenwohnanlagen aushängt, damit auch Senioren ohne Internet und Tageszeitung über das Angebot und die Hotline informiert werden.

„Ein Großteil der Arbeit besteht zurzeit noch darin, zunächst im Gespräch zu eruieren, ob sich nicht doch hilfsbereite Nachbarn in der Nähe befinden“, so die Seniorenberaterin. Meist stelle sich dann heraus, dass das doch der Fall ist, die älteren Menschen aber Hemmungen haben, ihre Nachbarn anzusprechen.

„Auch viele vermeintlich kleine Dinge stellen für Senioren große Probleme dar“, weiß Gabriele Kortenbusch. Frage wie: Wie bezahle ich die Lebensmittel, die mir gebracht werden? Darf ich gar nicht mehr vor die Haustüre? Was sind wichtige, was sind unwichtige Erledigungen? Gut tue ein Gespräch allen aber in jedem Fall und auch das Gefühl, nicht allein zu sein.

Auch Bürgermeister Christian Seitz freut sich über die vielen hilfsbereiten Krifteler: „In der augenblicklichen Ausnahmesituation sollte jeder Bürger Verantwortung für Andere, Schwache und Kranke, übernehmen. Wir lassen Niemanden allein!“