Kriftel: „Diese Lesebühne war ein Fest“
Sie erlebten einen Autor und einen grandiosen Musiker, die ausgezeichnet harmonierten. Matthias Alexander Wolf, der ausgewählte Passagen aus seinem Roman „Wenn die Lieb ’kommt“ vorlas, musste an einer Stelle mitlachen.
Zu dem etwas schrulligen Protagonisten des Romans, einem Kriminaloberrat, passte tatsächlich der Flamenco, den Guido Duclos auf seiner Gitarre darbot. Der Autor hatte extra für seinen Krifteler Auftritt einen Text geschrieben, der sich nahtlos in sein Buch einfügte: Schnabeltasse macht eine Kurzreise nach Sevilla und erlebt dort einen Flamenco für Touristen. Er wird aber von einem spanischen Ehepaar, dem es peinlich ist, dass er so etwas erleben muss, zu einem richtigen Flamenco gebracht. Erst im Morgengrauen kehrt er beseelt zurück ins Hotel. „Matthias Alexander Wolf hat eine besondere Art zu schreiben. Heiter bis absurd, aber mit viel Herzenswärme. Er schreibt schon an den nächsten zwei Romanen“, berichtet Hanna Dunkel vom Kulturforum.
Sie kündigt an: Die nächste „Lesebühne“ wird am 26. April stattfinden. Arno Dahmer, der vor fünf Jahren schon mit Kurzgeschichten in Kriftel war, hat nun einen Roman geschrieben: „Ein Mythos von mir“ ist der Titel. In dem Buch geht es ebenfalls um einen Mann, der es nicht so leicht mit der Liebe hat. „Dazu ist Musik auf dem Saxophon oder der Gitarre, gespielt von Manfred Momberger, geplant“, so Dunkel.
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