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Letzte Aktualisierung: 23.02.2024

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Kreis sichert Finanzierung an Grundschulen

von Adolf Albus

(12.02.2024) Der Main-Taunus-Kreis sichert weiterhin die Schulsozialarbeit an insgesamt 27 Schulen. Wie Kreisbeigeordneter Axel Fink mitteilt, zwingt die angespannte Haushaltslage aber zu Begrenzungen.

„Dennoch ist es uns wichtig, Sozialarbeit an allen diesen Schulen weiter anzubieten“, so der Schul- und Jugenddezernent. Er weist darauf hin, dass damit dieses Angebot speziell auch an sechs Grundschulen fortgesetzt werden könne: „Weil in diesem Alter Weichen für die spätere Entwicklung gestellt werden, ist Schulsozialarbeit hier zur Vorbeugung besonders wichtig“.

An den sechs Grundschulen, an denen der Kreis Schulsozialarbeit eingeführt hat, bleiben den Angaben zufolge die jeweils halben Stellen erhalten; an den weiterführenden Schulen wird das Personal bei einer Stelle gedeckelt. Eine höhere Zahl haben bislang die Heinrich-von-Brentano-Schule Hochheim, die Heinrich-Böll-Schule Hattersheim, die Sophie-Scholl-Schule Flörsheim und die Friedrich-Ebert-Schule Schwalbach. Das Personal entspreche damit künftig dem Standard an vergleichbar großen Schulen, so Fink: „Die Alternative wäre gewesen, Angebote an Grundschulen zu streichen, wo wir die Schulsozialarbeit gerade erst erfolgreich gestartet haben.“

Wie der Dezernent erläutert, hatte der Kreis zusätzliche Stellen in der Schulsozialarbeit mit Mitteln des Landes aus dem Programm „Aufholen nach Corona“ finanziert. Als dieses Angebot auslief, sei der Kreis mit eigenen Geldern in die Bresche gesprungen, um die Stellen zu finanzieren. Nun aber sei das wegen der Haushaltslage und drastisch gestiegener Kosten bei den Trägern der Schulsozialarbeit in diesem Ausmaß nicht mehr möglich: „Wir müssen an allen Ecken und Enden sparen, suchen aber unter diesen Bedingungen nach den bestmöglichen Lösungen.“

„Den Schulen, die bisher mehr als eine Stelle haben, hätten wir gerne eine bessere Nachricht gebracht“, so Fink. „Aber entscheidend ist, dass trotz schwieriger Haushaltslage Schulsozialarbeit überhaupt geleistet werden kann.“ Zudem könnten Schulen zusätzliche Sozialarbeit finanzieren, wenn das zum Beispiel aus eigenen Mitteln oder mit Förderung ihrer Standortkommune möglich sei.