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Krankenversicherung für Hunde, Katzen und Pferde

Kostenanstieg stellt Tierfreunde vor Probleme

Miete, Nebenkosten, Kleidung, Lebensmittel: In den vergangenen Monaten haben immer mehr Menschen die Inflation zu spüren bekommen. Die Halterinnen und Halter von Haustieren sind davon besonders betroffen.

Die Tiertafeln haben daher viel zu tun. Üblicherweise erhalten dort nur Menschen Unterstützung, die schon ein Tier hatten und dann zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Ähnliches unverschuldet in Not geraten sind. Inzwischen kommen jedoch auch immer mehr Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer dorthin, die schon viele Jahre mit ihren geliebten Vierbeinern zusammenleben, sie wegen der gestiegenen Kosten für Tierfutter aber ohne Hilfe der Tiertafeln nicht mehr artgerecht versorgen können.

\"Ein weiteres großes, wenn nicht gar das größte finanzielle Problem für Halterinnen und Halter von Haustieren ist die Erhöhung der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) Ende vergangenen Jahres. Impfungen kosten seitdem ungefähr das Doppelte, und bereits die Operation eines Hundes oder einer Katze kann schnell im vierstelligen Euro-Bereich liegen“, sagt Philipp Köster, Leiter des Vertriebszentrums der Barmenia Versicherungen Frankfurt am Main. Tierheime berichten von Anrufen verzweifelter Menschen, die sich die Behandlung ihrer Haustiere nicht mehr leisten können und sie deshalb schweren Herzens abgeben möchten.

Tierarztkosten versichern
Wer unerwartete, hohe Tierarztkosten vermeiden möchte, sollte deshalb für seine Haustiere eine Krankenversicherung abschließen. „Schließlich sind die menschlichen Familienmitglieder ja auch versichert, falls sie eine ärztliche Behandlung brauchen“, so Köster. Bei den meisten Anbietern von Tierversicherungen können Hunde, Katzen und Pferde gegen Unfälle, Krankheiten und medizinisch notwendigen Operationen versichert werden. Einige Versicherer haben Tarife mit unterschiedlichem Leistungsumfang im Angebot – vom Basis- bis zum Top-Schutz. Zwar bieten viele Versicherungen einen Beitragsrechner und einen Online-Abschluss im Internet an, aus der Vielzahl der Angebote die zur eigenen Situation passende Lösung auszuwählen, erfordert jedoch meist eine fachkundige Beratung.

Auf Details achten
Auf einige Details sollten Tierhalterinnen und Tierhalter vor Vertragsabschluss generell achten: Krankheiten, Unfälle und Verletzungen ereilen die tierischen Familienmitglieder nicht nur an Wochentagen und während die Tierarztpraxen geöffnet sind. Eventuelle Zuschläge für eine Notfallversorgung außerhalb der Öffnungszeiten und an Wochenenden sollten daher mit abgedeckt sein. Generell ist eine Kostenübernahme bis zum drei- oder vierfachen Satz der GOT sinnvoll. Damit ist dann in der Regel auch die volle Kostenübernahme von größeren Eingriffen in einer Tierklinik gewährleistet. Außerdem sollte die Versicherung möglichst keine jährliche Kostenobergrenze enthalten. Andernfalls bekommen Frauchen beziehungsweise Herrchen die darüberhinausgehenden Beträge nicht erstattet, falls der Vierbeiner beispielsweise innerhalb eines Jahres mehrfach operiert werden muss.

Tierhalterhaftpflicht nicht vergessen
Ist durch eine Krankenversicherung sichergestellt, dass das geliebte Haustier im Ernstfall die bestmögliche ärztliche Versorgung bekommt, ist ein weiteres finanzielles Risiko für die Besitzerinnen und Besitzer von Haustieren zu beachten: Sie haften unbegrenzt mit ihrem gesamten Vermögen für Schäden, die ihre Tiere verursachen. In einigen Bundesländern ist deshalb eine Hundehalterhaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Für Katzen und Pferde gilt dies zwar nicht, zumindest für Pferde sollte eine Tierhalterhaftpflicht dennoch ein Muss sein. Verursacht das Tier zum Beispiel einen Verkehrsunfall, übersteigen sonst die Belastungen die gestiegenen Tierarzt- und Futterkosten um ein Vielfaches.