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Kooperation Frankfurter Bürgerstiftung und Stiftung Polytechnische Gesellschaft

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft hat ein Demokratie-Stipendium ins Leben gerufen, welches auf der erfolgreichen Diskussionsreihe „Forum Demokratie im Frankfurter Bürgersalon“ der Frankfurter Bürgerstiftung aufbaut.
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Veranstaltung der Reihe Forum Demokratie und Frankfurter Bürgersalon im Holzhausenschlösschen
Foto: Alexander Englert

Freiheit und Demokratie geraten weltweit immer stärker unter Druck. Doch nicht nur in Diktaturen und autoritären Regimen, sondern auch in unserer Gesellschaft und europäischen Nachbarländern werden Rechtstaat und repräsentative Demokratie von unterschiedlichen Seiten infrage gestellt. Zugleich schwindet das Vertrauen in Politik, Volksparteien und Institutionen.

Die 2022 von der Frankfurter Bürgerstiftung und Prof. Dr. Ulrike Ackermann initiierte Diskussionsreihe „Forum Demokratie im Frankfurter Bürgersalon“ hat zum Ziel, die daraus resultierenden Herausforderungen in verschiedenen Gesellschaftsbereichen zu beleuchten. Wie können wir unsere liberale Demokratie effektiver verteidigen und Debatten wieder öffnen? Wo liegen aktuelle Schwachstellen und Gefährdungen? Mit welchen Strategien können wir Krisen beherzt begegnen?

Als Leiterin der Reihe lädt die Soziologin und Freiheitsforscherin Prof. Dr. Ulrike Ackermann regelmäßig kluge Köpfe aus Politik, Wissenschaft und Kultur ins Holzhausenschlössen ein, um mit ihnen aktuelle Themen eingehend und offen zu diskutieren. Das Publikum ist zur Beteiligung aufgerufen, kann Fragen stellen und Anmerkungen teilen. Die Resonanz ist groß – die Veranstaltungen sind oft weit im Voraus ausgebucht, werden aber auch per Livestream auf der Website der Frankfurter Bürgerstiftung übertragen.

In der nächsten Veranstaltung am 9.10. (19:30 Uhr) geht es um die Frage „Wie moralisch darf die Politik sein?“. Der Philosoph und Publizist Prof. Dr. Philipp Hübl, bekannt u.a. durch seine Buchpublikationen „Moralspektakel“ (2024), „Die aufgeregte Gesellschaft“ (2019) und „Bullshit-Resistenz“ (2018), wird mit Prof. Dr. Ackermann genauer betrachten, wie – und mit welchen Folgen – die Neigung zur Moralisierung zunehmend unsere gesellschaftlichen und politischen Debatten bestimmt. Eine Anmeldung ist über die Website der Frankfurter Bürgerstiftung möglich.

Dieser Termin ist auch Startschuss für das „Junge Forum Demokratie“. Dabei handelt es sich um ein Stipendienprogramm, das 2024 von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt ins Leben gerufen wurde und auf die Veranstaltungen der Frankfurter Bürgerstiftung aufbaut. Bis zu 18 von einer Jury ausgewählte Studierende erhalten ein „Demokratie-Stipendium“: sie besuchen die Abende im Holzhausenschlösschen, beteiligen sich an der Diskussion und steigen im Rahmen eines von Prof. Dr. Ackermann geleiteten Seminars tiefer in die Materie ein. Ziel des Projektes ist es, auch junge Menschen aus fachfremden Studiengängen für das Themenfeld Demokratie und für gesamtgesellschaftliche Fragen zu sensibilisieren. So richtet sich das Stipendium dieses Jahr gezielt an Bewerberinnen und Bewerber aus den Ingenieurswissenschaften an anwendungsorientierten Hochschulen. Neben der ideellen Förderung ist das Stipendium der Stiftung Polytechnische Gesellschaft auch mit einer finanziellen Unterstützung verbunden.

„Mit dem neu geschaffenen Stipendium erweitern wir erneut unsere Zielgruppe im Themenfeld der Demokratiebildung. Es richtet sich an Studierende der Ingenieurwissenschaften, da technische Entwicklungen die Gesellschaft stark prägen, Demokratie aber im Studium der Ingenieurwissenschaften inhaltlich eher keine Rolle spielt. Zudem kommen einige der Studierenden aus Kulturkreisen, in denen Demokratie keine Selbstverständlichkeit darstellt“, so Prof. Dr. Frank E. P. Dievernich, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. „Faktenbasiertes Argumentieren und zivilisiertes Debattieren will gelernt sein und ist Voraussetzung für Konsensbildung“, gibt Prof. Dr. Ulrike Ackermann vor diesem Hintergrund zu bedenken.

Die Frankfurter Bürgerstiftung empfiehlt aufgrund der großen Nachfrage, über ihren E-Mail-Newsletter aktuell informiert zu bleiben und möglichst frühzeitig nach der Ankündigung neuer Termine Plätze zu reservieren.

Der Eintritt am 9.10. ist kostenlos, eine Anmeldung unter www.frankfurter-buergerstiftung.de zwingend erforderlich.

Veranstaltungsort: Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen, Justinianstraße 5, 60322 Frankfurt am Main

Ausführlichere Informationen und aktuelle Hinweise unter: www.frankfurter-buergerstiftung.de (Frankfurter Bürgerstiftung) | sptg.de (Stiftung Polytechnische Gesellschaft)

Die Arbeit und alle Projekte der Frankfurter Bürgerstiftung werden durch private Förderungen und Spenden finanziert. Auch kleine Beiträge (etwa in Form einer Mitgliedschaft im Freundes- und Förderkreis) helfen dabei, den Umfang und die Qualität des Programms zu erhalten. Mehr Informationen unter: https://www.frankfurter-buergerstiftung.de/die-stiftung/foerdern
Spendenkonto Frankfurter Bürgerstiftung: Frankfurter Sparkasse, IBAN DE76 5005 0201 0000 2662 99