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Letzte Aktualisierung: 29.03.2023

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Konzert mit dem Ensemble Modern in der Alten Oper

von Ilse Romahn

(03.03.2023) Breit aufgestellt: Die Dirigentin Corinna Niemeyer steht regelmäßig am Pult von Sinfonie- und Opernorchestern, von Orchestern der historischen Aufführungspraxis und auch von Ensembles, die sich der zeitgenössischen Musik verpflichtet haben. Seit dem Jahr 2020 ist sie Directrice Artistique und Chefdirigentin des Orchestre de Chambre du Luxembourg, zuvor war sie Assistenzdirigentin des Rotterdam Philharmonic Orchestra.

Ensemble Modern
Foto: Wonge Bergmann
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Gemeinsam mit dem Ensemble Modern wird sie am Donnerstag, 16. März 2023, von 20.00 Uhr an im Mozart Saal der Alten Oper Frankfurt Werke dreier Komponistinnen sowie zweier Komponisten vorstellen.

Von der US-Amerikanerin Natalie Dietterich, die sich selbst als „composer | educator | lover of all things curious“ beschreibt, steht das Ensemblestück „something twisted“ auf dem Programm. Von der in London geborenen und in Berlin lebenden Joanna Bailie die Komposition „Symphony-Street-Souvenir“, ihr erstes Werk mit definierter Elektronik und Instrumenten. Darin experimentiert sie mit dem Effekt der Verlangsamung und dem damit verbundenen langsamen Absinken der Tonhöhe, der entsteht, wenn man die Band- Abspielgeschwindigkeit ändert. Die in Teheran geborene Elnaz Seyedi steuert „frames II“ bei - und der amerikanisch-Italienische Komponist Christopher Trapani „no window without a wall“, das hier als Deutsche Erstaufführung erklingen wird.

Mit variierten Abspielgeschwindigkeiten arbeitet auch der aus Tübingen stammende Komponist Malte Giesen, seit 2021 Leiter des Studios für Elektroakustische Musik an der Akademie der Künste in Berlin. „Massenprozession für Kammerorchester und 8-kanalige Elektronik“ ist eine Reflexion auf den prozessionshaften zweiten Satz von Beethovens siebter Sinfonie und stellt einzelne Instrumentalisten einer „Masse“ gegenüber. Durch die „vereinzelte Besetzung, das Separieren von Individuen aus der Masse als Gegengewicht zum Untergang in der Masse“ werde auch „das Verhältnis von Individuum zur Statistik beleuchtet“, so Giesen, der das Werk 2020 in einer „Covid19-Fassung“ schrieb. „Die einzelnen Instrumente werden mikrofoniert und auf verschiedene Arten mit dem elektronischen Zuspiel, bestehend aus algorithmisch verfremdeten Vervielfachungen des Beethoven-Originals (bis hin zur Vertausendvierundzwanzigfachung der Original-Aufnahme), gemischt und auf ein 8-kanaliges Setup verteilt.“

Mit freundlicher Unterstützung der FREUNDE der Alten Oper Frankfurt

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