Konzert beim GO WEST Festival erinnert an türkische Sängerin Sümeyra Çakır
Auf dieser Veranstaltung wird sie auch zur Ehrenbürgerin Frankfurts ernannt. Staatssekretärin Ayse Asar spricht zu diesem Anlass ein Grußwort am Samstag, 7. Oktober, um 20 Uhr, im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks, Bertramstraße 8, 60320 Frankfurt am Main.
Sümeyra Çakır (geboren am 25. Mai 1946 in Edirne, gestorben am 5. Februar 1990 in Frankfurt am Main) lernte ihr künstlerisches Handwerk in der Abteilung für klassischen westlichen Gesang des Städtischen Konservatoriums Istanbul. Die sozialkritische Künstlerin wurde in ihrer Heimat politisch verfolgt und floh 1980 nach Deutschland. Hier brachte sie vier ihrer acht Alben heraus und gab weltweit Konzerte.
„Sümeyra Çakırs Lieder sind kraftvoll und feinfühlig zugleich, man versinkt in ihnen wie in einer festen Umarmung“, so Ayse Asar, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. „Das Symphonie-Konzert unter der Leitung von Peter Zelienka mit großartigen Künstlerinnen und Künstlern führt uns nicht nur das große musikalische Schaffen dieser Künstlerin vor Augen, sondern auch ihren politischen Mut: Sümeyra Çakır trat für Frieden, Gleichheit und Freiheit ein und wurde dafür in ihrer Heimat verfolgt. Mit ihrer Musik brachte sie in der Türkei, in Deutschland und später auf der ganzen Welt Menschen zusammen – und noch heute erfreuen wir uns an ihrem Werk, das nun auch durch ihre Ehrenbürgerschaft weiterlebt.
Die Ehrung wird bei der Weltpremiere des Konzertes „Sümeyra in Symphony“ stattfinden, für das Lieder der Künstlerin neu arrangiert wurden und das Teil des GO WEST Festival – Demokracity 2023 ist. Das Festival wird vom Verein ora da! e.V. und dem Güneş-Theater organisiert. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert es in diesem Jahr mit 20.000 Euro.
Mehr Infos zu Festival und Konzert: http://go-west-ffm.de/
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