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Letzte Aktualisierung: 03.12.2021

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Kongress Zukunft Deutscher Film - Forum Europa

von Ilse Romahn

(17.11.2021) Die „Frankfurter Positionen zur Zukunft des deutschen Films“, die im Rahmen des LICHTER Filmfests 2018 entstanden sind, haben die filmpolitische Debatte in Deutschland einen wichtigen Schritt vorangebracht. Dieser Ansatz wird im Rahmen des 2. Kongresses Zukunft Deutscher Film vom 1. bis zum 3. Dezember 2021 in Frankfurt am Main weiter verfolgt und verstärkt aus einer europäischen Perspektive betrachtet.

Selten war es so wichtig, über Ländergrenzen hinaus in den Austausch mit anderen Menschen zu kommen und unabhängig von ökonomischen Erwägungen über Europa zu reden. Das gilt für die großen und grundsätzlichen Debatten ebenso wie für das kulturelle Verständnis, das die europäischen Länder eint, aber auch unterscheidet. Vor dem Hintergrund einer gemeinsamen Tradition und einer opulenten kulturellen Vielfalt zielt der 2. Kongress Zukunft Deutscher Film auf die Frage ab, was europäische Länder voneinander lernen können. Was macht das Mutterland der Cinéphilie im Bereich Filmpolitik anders als andere Kinonationen? Was unterscheidet das deutsche Filmfördersystem von den Restlichen? Welches Land setzt in der Film-Ausbildung auf kreative Entfaltung frei von tradierten ästhetischen Vorstellungen? Und die Frage aller Fragen: Wollen wir überhaupt eine gemeinsame europäische Filmkultur?

Vertreter verschiedener europäischer Länder werden in unterschiedlichen Diskussionsformaten relevante Fragen diskutieren und Möglichkeiten der Zusammenarbeit erläutern. Unterschiede, Stärken und Schwächen einzelner Fördermodelle und Produktionsmethoden sollen herausgearbeitet und gemeinsame Herausforderungen und Lösungsansätze benannt werden. Auch Themen der Filmvermittlung, Hochschulausbildung und Berufsperspektiven für den Film-Nachwuchs werden Teil des Programms sein. Dabei beschäftigen sich die Veranstaltungen unter anderem mit der Zukunft der europäischen Filmkultur, mit öffentlicher Filmförderung und alternativen Finanzierungsmodellen für künstlerische Filme, mit der Auswertung von Filmen im Spannungsfeld von Kino und Streaming, mit neuen und visionären Modellen für das Kino der Zukunft und den Herausforderungen für Filmemacher:innen in einer sich verändernden Filmlandschaft in Europa.

Drei Veranstaltungen finden in Kooperation mit der europäischen Interessenvertretung von Film- und Fernseh-RegisseurInnen, der FERA (Federation of European Screen Directors) statt, die zur selben Zeit mit ihren Mitgliedern in Frankfurt tagt. Unmittelbar im Anschluss an den Kongress Zukunft Deutscher Film findet der 17. Bundeskongress der Kommunalen Kinos statt (3. bis 5.12.2021).

Neben öffentlichen Panels mit hochrangigen Gästen aus der Filmbranche werden Branchenverbände die Zukunft der Film- und Kinokultur intern diskutieren. Die Initiative Zukunft Kino+Film wird in einem Panel der Frage nachgehen, welche filmpolitische Agenda die neue Bundesregierung verfolgt. Unter dem Titel „Nach der Bundestagswahl: Status Quo der deutschen Filmpolitik“ diskutiert die Initiative gemeinsam mit Fachleuten aus der Politik die im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele. Begleitet wird der Kongress zudem von einer kleinen Filmreihe.

Erste Details zum Programmablauf werden in Kürze auf https://lichter-filmfest.de/kongress-zukunft-deutscher-film/kongress-zukunft-deutscher-film/ bekanntgegeben. 

Veranstaltungsorte
Der 2. Kongress Zukunft Deutscher Film wird im Herzen der Mainmetropole Frankfurt als Präsenzveranstaltung stattfinden. Das 2016 fertiggestellte Stadthaus am Markt in der neuen Frankfurter Altstadt wird zum Hauptaustragungsort des Kongresses. Mit dem Museum für Moderne Kunst (MMK), der Schirn Kunsthalle, dem Cantate-Saal der Volksbühne im Großen Hirschgraben, dem Cinéma und dem Kino des Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF) sind Panels und Film-Screenings in einigen der wichtigsten Kunst- und Kulturinstitutionen Frankfurts geplant. Ein Großteil der öffentlichen Panels wird zudem live im Internet übertragen.

www.lichter-filmfest.de