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Letzte Aktualisierung: 04.12.2020

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Kompressionsstrumpf erobert den Sport

Die Deutsche Gefäßliga e.V. erklärt, warum das so ist

von Norbert Dörholt

(20.11.2020) Medizinische Kompressionsstrümpfe sind nicht nur hilfreich bei Krampfadern und nach Thrombosen, sondern sie beugen auch schmerzenden und geschwollenen Beinen im Sport vor .Neue Kompressionsstrümpfe erobern seit einigen Jahren den Sport. Sie sind bei Marathonveranstaltungen und beim Triathlon an allen Beinen.

Darüber schreibt das Infoblatt „Aufgepasst & Hergehört“ des 11.000 Mitglieder zählenden Bundesverbands für Patienten- und Versicherteninteressen „Das PatientenForum“ e.V. in Mainz in seiner neuesten Ausgabe und bezieht sich dabei auf den Kooperationspartner des Vereins „Deutsche Gefäßliga“ (DGL). Diese Strümpfe, so heißt es da, zeichnen sich durch einen stufenlosen Druckverlauf vom Fuß bis zum Knie aus. Der Sportstrumpf ist speziell auf die Anforderungen von Sportlern an eine Leistungsunterstützung durch mehr Ausdauer und schnelle Regeneration zugeschnitten.

Bei einer großen sportlichen Belastung entstehen Ödeme (Wassereinlagerungen) in den Beinen. Durch ausdauernde Bewegung kann sich Flüssigkeit in dem Gewebe einlagern. Medizinische Kompressionsstrümpfe bewirken eine nachweisliche Volumenverringerung des Unterschenkels, beugen so dem Flüssigkeitsstau und dem Schwergefühl der Beine wirkungsvoll vor und unterstützen dadurch die Ausdauer.

Auch diese Strümpfe müssen im Sanitätshaus genau angemessen werden. Dazu gibt es digitale Mess- und Versorgungssysteme, die in Sanitätshäusern zur Verfügung stehen. Aus den digital Foto- bzw. Videoaufnahmen – aufgenommenen Längen- und Umfangmaßen der Beine – rechnet das System ein exaktes 3-dimensionales Beinmodell. Anhand dieser Daten werden die passgenauen Strümpfe erstellt.

Trotz dieser Beinmodelle sollte vor Benutzung von Stützstrümpfen generell immer eine Ultrasachalluntersuchung der Beinarterien durchgeführt werden, um eine periphere arterielle Durchblutungsstörung auszuschließen. Bei bestehender peripherer arterieller Durchblutungsstörung sollte die Benutzung von Stützstrümpfen immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

(info@das-patientenforum.de)