Kommt jetzt die Zuckersteuer?
Kommission empfiehlt auch mehr Abgaben auf Tabak und Alkohol
Die von der Bundesregierung eingesetzte Finanzkommission Gesundheit (FKG) hat am 30. März ihre Vorschläge für die Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung vorgelegt. Zu den 66 Maßnahmen zählen unter anderem höhere Abgaben auf Tabak und Alkohol sowie eine Einführung einer Zuckersteuer. Die Vorschläge kommentiert Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und Geschäftsführerin der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).
„Jetzt hat es die Bundesregierung Schwarz auf Weiß: Die eigene Kommission empfiehlt eine nach Zuckergehalt gestaffelte Abgabe auf Getränke", schreibt Barbara Bitzer dazu. "Sie nimmt die Hersteller in die Pflicht, reduziert langfristig Kosten in Millionenhöhe im Gesundheitssystem und schützt die Gesundheit – vor allem von Kindern und Jugendlichen. Die Vorschläge der FKG zeigen einmal mehr, dass eine Zuckersteuer keine Bevormundung oder Entmündigung der Verbraucher ist, sondern Teil einer verantwortungsvollen Gesundheits- und Präventionspolitik."
Jetzt dürften die Empfehlungen nicht folgenlos bleiben. Bundesregierung und Parlament müssten handeln, damit die Vorschläge nicht in der Schublade verschwänden, betont die DANK-Sprecherin. Und sagt: "Was es jetzt braucht, ist ein klares Bekenntnis der Politik für mutige Präventionspolitik – auch gegen den Willen der Industrie.“
Hintergrund
Ergebnisse der FinanzKommission Gesundheit, veröffentlicht am 30.3.2026: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/meldungen/finanzkommission-gesundheit-ergebnisse-30-03-26 - Die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) ist ein Wissenschaftsbündnis aus 24 medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Verbänden und Forschungseinrichtungen, das sich seit 15 Jahren für Maßnahmen der Verhältnisprävention zur Verhinderung von Krankheiten wie Adipositas, Diabetes, Krebs und Herz-Kreislaufkrankheiten einsetzt. Mehr über DANK: www.dank-allianz.de