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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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Kneippen daheim: Der Frischekick für's Immunsystem

von Ilse Romahn

(12.11.2020) Gesundheitskompetenz aus den bayerischen Heilbädern und Kurorten frei Haus: GESUNDES BAYERN-Expertin Ines Wurm-Fenkl aus Bad Wörishofen erklärt, wie beispielsweise Wasseranwendungen als Kernelement der Kneipp-Lehre das Immunsystem in Schwung bringen.

Kneipp-Expertin Ines Wurm-Fenkl gibt Tipps zum Kneippen in den eigenen vier Wänden
Foto: www.gesundes-bayern.de / Gert Krautbaue
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Weitere Informationen auf www.gesundes-bayern.de und im 60-Sekunden-Portrait der Kneippianerin Wurm-Fenkl: www.gesundes-bayern.de/themen/kneippen-fuer-das-immunsystem/.

Ines Wurm-Fenkl ist Kneipp-Expertin an der Sebastian-Kneipp-Akademie in Bad Wörishofen. Für sie ist die von dem gebürtigen Ottobeurener Pfarrer im 19. Jahrhundert entwickelte Hydrotherapie – eines von fünf Kneipp-Elementen – das Naturheilverfahren der Wahl, um Krankheitserreger abzuwehren. Das Prinzip dahinter: Auf Kaltwasserreize reagiert der Körper mit der Produktion von Wärme und mehr Abwehrstoffen, die durch eine verbesserte Durchblutung gleich dorthin gelangen, wo sie gebraucht werden. Dabei ist Kneippen nicht nur effektiv, sondern auch einfach in den Alltag zu integrieren: „Lediglich ein Wasseranschluss, ein Waschbecken und ein großer Eimer, in dem beide Füße bequem Platz haben, sind nötig“, erklärt Ines Wurm-Fenkl und gibt konkrete Tipps, wie eine Kneipp-Kur zu Hause aussehen kann.

Fit durch den Tag: Der Morgen startet mit einer Oberkörperwaschung mit 16 bis 18°C kaltem Wasser, zusätzlich kann desinfizierender Essig zugegeben werden (4 EL auf 1 Liter Wasser). Den Rücken erreicht man gut mit einem nassen Handtuch. Nachmittags folgt ein belebendes Armbad: einfach Spül- oder Waschbecken mit 16 bis 18°C kaltem Wasser füllen und die Arme bis über die Ellbogen ca. 20 Sekunden lang eintauchen. Dann das Wasser abstreifen und trocknen lassen. Dabei die Arme bewegen, zum Beispiel Zahlen in die Luft schreiben. Den Tag beschließt beruhigendes Wassertreten, am besten direkt vorm Zubettgehen. Dazu einen Farbeimer oder Ähnliches bis zur halben Wadenhöhe mit 16 bis 18°C kaltem Wasser füllen und eine Minute lang wie ein Storch auf- und abtreten. Dann das Wasser abstreifen und ab ins Bett. Bitte immer beachten: Der Körper muss warm sein, bevor man mit den Kaltwasserreizen beginnt. Außerdem sind eiskalte Ganzkörperduschen nur für Erfahrene geeignet.

Wache Home-Office-Augen und starke obere Atemwege: Gesicht 10 bis 20 Sekunden in eine Schüssel mit kaltem Wasser tauchen, dabei die Augen öffnen, hin- und her rollen und mit den Lidern klappern. Das hilft gegen übermüdete Augen, aber auch bei Heuschnupfen-Beschwerden und es stärkt die Nebenhöhlen sowie die Abwehrkräfte der oberen Atemwege.

Vor über 150 Jahren begründete Pfarrer Sebastian Kneipp seine Naturheillehre im Allgäuer Städtchen Bad Wörishofen, die neben der Wassertherapie auch die Elemente Bewegung, gesunde Ernährung, Kräuter und innere Ordnung beinhaltet. Vor-Ort-Angebote in den bayerischen Heilbädern und Kurorten für die Zeit, wenn Reisen wieder möglich ist, und weitere Tipps der GESUNDES BAYERN-Experten finden sich unter www.gesundes-bayern.de. Das ausführliche Interview mit Ines Wurm-Fenkl gibt´s unter www.gesundes-bayern.de/themen/heilmittel-naturheilverfahren/kneippkur/kneipp-im-badezimmer/.

www.gesundes-bayern.de