„Klima gekippt?! Umweltpolitiken, Bewegungen & Forschung unter Druck“
Es ist kaum zu übersehen: Schien die Klimakrise noch vor wenigen Jahren als Thema allgegenwärtig, ist die Problematik gesellschaftlich inzwischen weit in den Hintergrund gerückt.
Im Rahmen ihrer Frühjahrstagung lädt die Sektion Umwelt- und Nachhaltigkeitssoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS
am Montag, 30. März, um 18:30 Uhr ins Hörsaalzentrum (Theodor-W.-Adorno-Platz 5), Hörsaal 9
zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion über die soziologischen Hintergründe dieses Phänomens. Der Titel der Abendveranstaltung: „Klima gekippt?! Umweltpolitiken, Bewegungen & Forschung unter Druck“. Auf dem Podium diskutieren Prof. Stefanie Hürtgen (Universität Salzburg und Institut für Sozialforschung IfS), Prof. Franziska Müller (Universität Wien) und Prof. Flurina Schneider (Institut für Sozialökologische Forschung ISOE, Frankfurt). Die Moderation übernimmt der Frankfurter Umweltsoziologe Prof. Dennis Eversberg, der die an der Goethe-Universität stattfindende Tagung mitorganisiert hat.
Das Thema steht auch im Mittelpunkt der Frühjahrstagung 2026 der DGS-Sektion Umwelt- und Nachhaltigkeitssoziologie: Sie fragt, wie sich der wachsende Widerstand gegen Klima- und Nachhaltigkeitspolitik soziologisch erklären lässt, wie sich das Überschreiten planetarer Kipppunkte auf gesellschaftliche Konflikte auswirkt – und was das im Gegenzug für die Umwelt- und Nachhaltigkeitssoziologie und die sozial-ökologische Transformationsforschung bedeutet. Das Programm versammelt mehr als 30 Beiträge aus Theorie und Empirie. Darin geht es zum Beispiel um Strategien der Verzögerung oder sogar Rückabwicklung politischer Prozesse und Entscheidungen in der Klima- und Umweltpolitik und um die dahinterstehenden Verschiebungen gesellschaftlicher Stimmungs- und Gefühlslagen. Weitere Beiträge widmen sich dem Umgang der Klima- und Umweltbewegung mit diesen Veränderungen, autoritären Umwelt- und Naturschutzvorstellungen und den Zukunftsperspektiven der Nachhaltigkeitsforschung.
Das gesamte Tagungsprogramm finden Sie unter https://www.fb03.uni-frankfurt.de/184137516.pdf.