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Letzte Aktualisierung: 06.12.2019

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Kinder-und Jugendtheater nimmt Formen an

Während der Planung soll das Zoogesellschaftshaus bespielt werden

von Karl-Heinz Stier

(25.11.2019) Was schon lange diskutiert wird, wird schon bald Realität, zumindest in der Vorplanung: Frankfurt bekommt ein eigenständiges städtisches Theater für Kinder und Jugendliche.

Bildergalerie
Werbeslogan für das neue Theater
Foto: Karl-Heinz Stier
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Kulturdezernentin Dr. Hartwig bei ihrer Rede
Foto: Karl-Heinz Stier
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Der neue Verein „Paradiesvogel“
Foto: Karl-Heinz Stier
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Das Zoogesellschaftshaus von außen, im linken Baukomplex ist das Fritz-Rémond-Theater untergebracht.
Foto: Karl-Heinz Stier
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In dem architektonisch denkmalgeschützten Kleinod im Gesellschaftshaus direkt am Frankfurter Zoo soll nach einem Umbau vieles ermöglicht werden: Theater, Tanz, Performatives, herausragende Produktionen aus Frankfurt, Deutschland und der Welt, Künste zum Selbsterfahren und um Neues kennen zu lernen. „Ein Theater, das mitnimmt, das anregt, das überrascht und ein junges Publikum begeistert“, wie Kulturdezernentin  Dr. Ina Hartwig betont. Großen Wert legt sie besonders darauf, dass das neu gestaltete Haus eng mit der freien Theaterszene kooperiere, sie unterstützen und fördern solle. „Impulse aus der freien Theaterszene sind für Politik und Stadtverwaltung für die weiteren Planungen sehr wichtig. Damit kann das bestehende Theaterangebot ergänzt werden, eine der wesentlichen Begründungen, warum Frankfurt ein eigenes Kinder– und Jugendtheater braucht.“

Der Beschluss ist im Frankfurter Magistrat bereits Ende August gefasst geworden. Er hat 3,5  Millionen Euro im Doppel-Etat bis 2021 angemeldet. Damit soll ein abschließendes Nutzungs- und Betriebskonzept für das Zoogesellschaftshaus inklusive der erwartenden Betriebskosten für das neue Theater in Auftrag gehen.  Vorgesehen ist auch ein Architektenwettbewerb. Dieser biete dann die Möglichkeit, bei der Stadtverordnetenversammlung eine Bau– und Finanzierungsvorlage einzubringen, wie Andreas Schröder von der FAAG Technik GmbH bei der Vorstellung von Studien für die Renovierungsabsichten bekundete. Es seien drei Theatersäle vorgesehen: ein großer Saal für 500 Zuschauer, ein kleiner Saal für 160 Zuschauer sowie das Fritz-Rémond-Theater mit 120 Plätzen. Hinzu kämen noch Werkstätten, Büros, ein Multifunktionssaal und Ausstellungsräume für den Zoo.

Schon bereits  während der  beginnenden Planungsphase soll das Haus temporär bespielt werden. So treten u.a. ab dem kommenden Jahr das Festival Starke Stücke mit der österreichischen Gruppe „Das Planetenparty Prinzip“ im März mit „Space Maze Game“ auf. Die lokalen Kinder– und Jugendtheater-Akteure und die Tanzplattform nutzen das Haus zeitweilig und geben einen ersten Eindruck von dem, was künftig möglich sein kann. In diesem Zeitraum soll auch über die künftige Leitung des künftigen Jugend- und Kindertheaters diskutiert werden. Der neugegründete Verein „Paradiesvogel“ (verantwortlich: Fione Louis, Sarah Kortmann und Celestine Hennemann) begründete sein Interesse an der Mitarbeit mit der Auflistung von 14 freien Gruppen und Künstlern.

Zurück zu den Finanzen. Aus der Vorlage des Magistrats sind auch die Berechnungen für die gesamte Sanierung des Zoogesellschaftshauses erwähnt. Sie lägen bei 35 bis 38 Millionen Euro. Der Einbau des Kinder- und Jugendtheaters schlage zusätzlich mit rund 13 bis 14 Millionen Euro zu Buche. Es könnten also insgesamt Baukosten von 48 bis 52 Millionen Euro anfallen.