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Letzte Aktualisierung: 27.11.2020

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KAV weist auf die steigende Bedeutung ausländischer Firmengründer hin

von Ilse Romahn

(17.11.2020) Es hat einige Zeit gebraucht, bis nun endlich auch eine Studie das belegt, auf das die Kommunale Ausländerinnen- und Ausländervertretung (KAV) schon seit Jahren hinweist: Migrantinnen und Migranten sind für die deutsche Wirtschaft von zunehmender Bedeutung.

Die neue Studie der staatlichen Förderbank KfW hat aufgezeigt: 2019 gab es 605.000 Existenzgründungen, in rund 160.000 Fällen hatten die Gründer ausländische Wurzeln. Der Anteil stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich um fünf Prozentpunkte auf 26 Prozent.

Aber nicht nur Zahlen, sondern vor allem leuchtende Beispiele sprechen eine deutliche Sprache, erklärt die KAV. So sei der Biontech-Gründer, also genau jenes Unternehmen, das jetzt den aussichtsreichsten Corona-Impfstoff gefunden hat, ein Migrant, der mit seinen Eltern aus der Türkei nach Deutschland kam – sein Vater wurde noch ein „Gastarbeiter“ genannt. Die Firma Biontech wurde vor zwölf Jahren von Ugur Sahin und Özlem Türeci gegründet.

Solche leuchtenden Beispiele spielten auch für andere Migrantinnen und Migranten eine wichtige Rolle: Sie geben Mut, sie sind Vorbilder und sie geben Anreize für Menschen, die auch Firmen gründen wollen.

Darum wünscht sich die KAV, mehr dieser erfolgreichen Menschen in den Medien zu präsentieren. (ffm)