Archiv-Nachrichten

KAV-Vorschlag zu Schülerfahrten zu KZ-Gedenkstätten vom Landtag unterstützt

Wie die Hessenschau aktuell berichtet, haben sich auch Landtags-Präsident Boris Rhein sowie vier stellvertretende Landtagpräsidenten für verpflichtende Besuche von Schülern in KZ-Gedenkstätten ausgesprochen.

Dies geht vor allem auf einen Antrag der Kommunalen Ausländerinnen- und Ausländervertretung (KAV) aus dem letzten Jahr zurück: K 79/2018 und einen Aufruf vom Juli 2019.

In diesem Antrag und Aufruf forderte die KAV Schülerfahrten zu den Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Unter anderem heißt es dort: „Die Schülerinnen und Schüler einiger Schulformen sind leider von diesen Fahrten ausgeschlossen. Die Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus sind jedoch viel zu wichtig und unersetzlich, um nur Schülerinnen und Schüler bestimmter weiterführender Schulen vorbehalten zu sein. Es wird immer notwendiger, dass alle Schülerinnen und Schüler dieser Stadt zu eigenen Gedanken bezüglich Nationalsozialismus, Antisemitismus und Rassismus kommen.“

Da der Antrag bei der Stadtverordnetenversammlung bislang noch nicht beantwortet wurde, nahm die KAV das persönliche Gespräch unter anderem mit dem Antisemitismusbeauftragten des Landes Hessen, Uwe Becker, auf und präsentierte den Aufruf der KAV, der auf diesen Vorschlag nicht nur eingeht sondern ihn ausdrücklich unterstützt.

Die KAV begrüßt die Unterstützung für ihren Aufruf für verpflichtende Schülerfahrten zu den Gedenkstätten. Dies wäre ein weiterer und in wichtiger Schritt gegen Antisemitismus und Rassismus jeglicher Art. (ffm)