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Letzte Aktualisierung: 06.12.2019

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Kann künstliche Intelligenz kreativ sein?

Veranstaltung Kuratorium Kulturelles Frankfurt am 3. Dezember

von Ilse Romahn

(02.12.2019) Künstliche Intelligenzen, die wie van Gogh malen oder Hits für die Charts komponieren, gibt es zweifelsohne. Könnte Künstliche Intelligenz eine neue Epoche menschlicher Kreativität einleiten, und welche Konsequenzen hätte dies für unser herkömmliches Verständnis von Kunst und Kreativität?

Die Direktorin des Frankfurter Kunstvereins, Franziska Nori, zeigt, wie Daten, Algorithmen und Maschinen in der Kunst benutzt werden. Wie aber gehen wir als Betrachter damit um? Zu Kunst gehören auch immer die Künstlerpersönlichkeit und individuelle Erfahrungen. Da das den Maschinen fehlt, stellt sich die Frage, ob Kunstwerke Künstlicher Intelligenzen überhaupt unsere Aufmerksamkeit verdienen.Darf uns ein von einer Maschine erschaffenes Kunstwerk ebenso berühren wie eines von Bach oder Goethe? Und sollten wir uns überhaupt das Gebiet der Künste mit Maschinen teilen? Denn je größer und schneller Künstliche Intelligenzen werden, die Möglichkeit, dass sie uns übertreffen, ist da. Was aber ist der Sinn des Lebens, wenn Maschinen nicht nur unsere Arbeit übernehmen, sondern auch unsere Liebesbriefe schreiben, Musik komponieren und Bilder malen?

Der Kultur- und Technikexperte Holger Volland mahnt, dass wir aufwachen und uns diesen Entwicklungen kritisch stellen müssen. Als Philosophin setzt sich Prof. Dr. Dr. Brigitte Falkenburg mit dem Verhältnis von Mensch, Welt und Technik auseinander. Sie kritisiert den Vergleich des menschlichen Gehirns mit einem Computer und betont die Chancen und Gefahren der Künstlichen Intelligenz. Es moderiert PD Dr. Stefan Trinks (F.A.Z.).

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Vortragsreihe der Polytechnischen Gesellschaft statt im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse, Mainzer Straße 47. Beginn: 19 Uhr. Eintritt frei.

www.kulturellesfrankfurt.de