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Kampf dem Hautkrebs

Interwiew über die modernsten Verfahren zur Erkennung und Behandlung der verschiedenen Hautkrebsarten

Auf dem 36. Deutschen Hautkrebskongress treffen sich vom 9. bis 12. September in der Kongresshalle am Zoo Leipzig rund 1000 Experten zu einem aktuellen Erfahrungsaustausch. Es geht um neue Strategien im Kampf gegen Hautkrebs mit modernen medizinischen Bildgebungsverfahren und zellbasierten Therapien. Kongresspräsident Prof. Dr. Jan C. Simon, Leipzig, gibt erste Einblicke in Prävention, aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie sowie Schwerpunkte und Highlights der hochkarätigen Fachtagung.

Prof. Simon: Wir freuen uns, dass wir mit der Zahl der eingereichten Abstracts in Leipzig einen neuen Rekord für den Deutschen Hautkrebskongress aufgestellt haben. Auch für die Nachwuchsveranstaltungen haben wir Rekord-Anmeldezahlen. Angesichts der deutlich zunehmenden Zahlen von Hautkrebs in Deutschland wollen wir einen breiten Überblick über die modernsten Verfahren zur Erkennung und Behandlung der verschiedenen Hautkrebsarten geben. Dazu wollen wir uns nicht nur an Ärzte und Forscher, sondern mit Spezialveranstaltungen auch an Personen aus der Pflege, der klinischen Forschung und Patienten sowie deren Angehörige wenden.

Welche Themen haben Sie in den Mittelpunkt der Jahrestagung gestellt?

Prof. Simon: Neben einem allgemeinen Überblick reflektieren wir auch die besonderen Schwerpunkte in Leipzig wie zelluläre Therapien und durch modernste Bildgebung unterstützte chirurgische Versorgung von Hautkrebs. Daneben wird die Hautkrebsfrüherkennung einen wichtigen Schwerpunkt bilden. 

Bei den modernen medizinischen Bildgebungsverfahren ist die Dynamik hoch, Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Welche Weitentwicklungen gibt es bei der Integration digitaler Technologien und beim Einsatz von KI in der Derma-Onkologie?

Prof. Simon: Die Entwicklung von KI-gestützter medizinischer Bildgebung zur Erkennung von Hautkrebs verläuft rasant. Hier versprechen wir uns einen aktuellen Überblick und auch Hinweise, wie bei der Vielzahl von Anbietern „die Spreu vom Weizen“ zu trennen ist.

Die Fortschritte in Diagnostik und Behandlung von Hautkrebs sind immens, aber die Anzahl der diagnostizierten Neuerkrankungen steigt immer noch. Aktuell sind es rund 350.000 im Jahr in Deutschland. Wie lassen sich die Anstrengungen optimieren, eine Erkrankung früh genug zu erkennen?

Prof. Simon: Das sog. Hautkrebsscreening zur Früherkennung von Hautkrebs in Deutschland ist im Rahmen der geplanten Sparmaßnahmen im deutschen Gesundheitssystem in die öffentliche Diskussion geraten. Wir widmen ein ganzes Symposium der wissenschaftlichen Evaluation dieser Versorgemaßnahmen. 

Bei der Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren bei Hauttumoren in unterschiedlichen Krankheitsphasen werden weitere Fortschritte vorgestellt. Welchen Stellenwert haben die adjuvante und die neoadjuvante Therapie beim Melanom und beim kutanen Plattenepithelkarzinom?

Prof. Simon: Hier werden uns nicht nur die keynote speaker Caroline Robert und James Larkin, sondern weitere Referenten in mehreren Symposium die aktuellen Daten referieren.

Wie ist der Stand bei innovativen Behandlungen z.B. durch zellbasierte Therapien wie CAR-T-Zelltherapien? Welche Möglichkeiten werden diskutiert, die Nebenwirkungen zu minimieren?

Prof. Simon: Die CAR-T-Zelltherapie ist das Thema der „Rising Star Lecture“. Darüber hinaus beschäftigen sich zwei Symposien mit Wirkung und Nebenwirkungen zellulärer Therapien, die ja auch ein Schwerpunkt von uns hier in Leipzig sind.

Zu aktuellen Entwicklungen in der Dermato-Onkologie sind international renommierte Gastredner eingeladen. Welche Inspirationen erwarten Sie?

Prof. Simon: Wir sind überglücklich mit Samuel Achilefu, Dallas, USA, Caroline Robert, Paris, Frankreich und James Larkin, London, UK international herausragende Referenten gewonnen zu haben. Erstmals in Leipzig wird auch eine „rising star lecture“ von Urgur Uslu, Würzburg, zu CAR-T-Zellen gehalten werden.