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Letzte Aktualisierung: 21.05.2024

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Künstlerische Praxis als widerständiges Wissen

von Adolf Albus

(06.05.2024) Heutige Gesellschaften sind durchzogen von Denk- und Handlungsweisen, die ihren Ursprung in der Kolonialzeit haben. Solche postkolonialen Logiken legitimieren Ungleichheit mit Unterschiedlichkeit, die beispielsweise durch Kategorisierungen wie Geschlecht, race oder Klasse markiert wird. Sie wirken auch in Forschungs- und Bildungseinrichtungen wie Universitäten und Schulen. Demgegenüber existiert widerständiges Wissen neben diesen Logiken und ist verwoben mit ihnen.

Die Cornelia Goethe Colloquien „Wessen Wissen? (Post-)Kolonialität und die Kunst kollektiver Ermächtigung“ gehen in diesem Sommersemester den Interventionen von Künstlern und Kulturschaffenden nach, die sich der Transformation kolonisierender Wissenspraktiken und -einrichtungen zuwenden. Sie fokussieren dabei auf die Praxen Schwarzer Frauen und Women of Color. Eröffnet werden die Colloquien mit dem Vortrag Bastardkinder – Sex, Crime, Klassenkampf: Imitationen von Kunst und Leben am Mittwoch, 15. Mai, um 18 Uhr c.t. im PEG-Gebäude, PEG 1.G191, Theodor-W.-Adorno-Platz 6, 60323 Frankfurt am Main.

Die Literatur- und Politikwissenschaftlerin Matti Traußneck wird sich mit Blick auf bis in die Gegenwart wirkende (früh-)kolonialer Rechtsgebilde wie dem code noir der Rekonstruktion einer Politik der Verunreinigung, Unterbrechung und Sabotage widmen.

Das Cornelia Goethe Centrum für Geschlechterforschung lädt in Kooperation mit dem Förderkreis des Cornelia Goethe Centrums, dem GRADE Center Gender und dem Büro für Chancengerechtigkeit der Goethe-Universität zu dieser öffentlichen Veranstaltungsreihe ein. Der Eintritt ist frei.