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Letzte Aktualisierung: 27.05.2022

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Künstlerische Arbeit der Städtischen Bühnen auf hohem Niveau finanziell gesichert

Aufsichtsrat verabschiedet Wirtschaftsplan 2022/23

von Ilse Romahn

(06.05.2022) Der Aufsichtsrat der Städtischen Bühnen hat in seiner Sitzung am Montag, 2. Mai, dem Wirtschaftsplan für die Spielzeit 2022/2023 zugestimmt. Damit rechnen Oper und Schauspiel für die kommende Spielzeit mit einem städtischen Zuschussbedarf in Höhe von 81,547 Millionen Euro.

Die Aufsichtsratsvorsitzende und Kulturdezernentin Ina Hartwig sagt: „Ich freue mich, dass wir diesen Beschluss in einer gemeinsamen Kraftanstrengung erreicht haben. Die Bühnen haben nun Planungssicherheit und können mit ihrem attraktiven Programm auf steigende Zuschauerzahlen hoffen. Vieles, was durch die Corona-Beschränkungen zwar geprobt, aber nicht gezeigt werden konnte, gelangt nun zur Aufführung. Damit können die Bühnen auch ihre wichtige Funktion erfüllen, Ort der Aushandlung grundlegender Fragen unserer Gesellschaft zu sein. Die hohe künstlerische Qualität, die die Arbeit von Oper und Schauspiel auszeichnet, kann auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.“
 
Beteiligungsdezernent und Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff erklärt: „Die finanzielle Lage der Stadt Frankfurt am Main ist weiterhin angespannt. Deshalb bleibt die Konsolidierung des Haushalts auf der Tagesordnung. Wichtig ist aber auch, dass die kulturelle Infrastruktur nicht beschädigt wird. Gemeinsam haben wir für die Finanzierung der Städtischen Bühnen in der Spielzeit 2022/23 eine tragfähige Lösung gefunden, mit der die künstlerische Arbeit von Schauspiel und Oper auf hohem Niveau gewährleistet wird.“
 
Die Städtischen Bühnen erhalten aus dem städtischen Haushalt einen Zuschuss zu dem Betrieb von Oper und Schauspiel. Dabei haben die Bühnen ein ihren Spielplänen entsprechendes Geschäftsjahr, das vom jährlichen städtischen Haushalt abweicht und vom 1. September eines Kalenderjahres bis zum 31. August des folgenden Jahres dauert. Im derzeit der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung vorliegenden Haushalt ist für das Haushaltsjahr 2022 ein Zuschuss in Höhe von 78,8 Millionen Euro an die Städtischen Bühnen vorgesehen. Im weiteren Planungszeitraum wurde für das Haushaltsjahr 2023 ein Zuschuss von 71,809 Millionen Euro angesetzt, die endgültige Entscheidung darüber bleibt aber den Beratungen zum Haushalt 2023 vorbehalten.
 
Die Deckung der voraussichtlichen Lücke zwischen beschlossenem Wirtschaftsplan und städtischem Zuschuss kann insbesondere aus vorhandenen Rücklagen und aufgrund des Verzichts von Verbindlichkeiten der Städtischen Bühnen gegenüber der Stadt Frankfurt erfolgen.
 
Diese Entscheidung des Aufsichtsrates erfolgte vorbehaltlich der noch ausstehenden Zustimmung seitens des Magistrats der Stadt Frankfurt.(ffm)