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Letzte Aktualisierung: 24.04.2024

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Künstler Ben Salomo erhält den diesjährigen Zukunftspreis der Israelstiftung in Deutschland

von Ilse Romahn

(15.11.2022) Am Dienstag, 29. November, erhält der in Israel geborene und in Berlin lebende Künstler Jonathan Kalmanovich, bekannt als Ben Salomo, im Kaisersaal der Stadt Frankfurt den Zukunftspreis der Israelstiftung in Deutschland.

Jonathan Kalmanovich
Foto: photothek.de.txt, Foto:Thomas Köhler
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Auf Einladung und in Kooperation mit der Stadt wird zum fünften Mal der mit 5000 Euro dotierte Zukunftspreis verliehen. Kulturdezernentin Ina Hartwig wird den Preisträger und die Gäste im Namen der Stadt Frankfurt begrüßen.
 
Ben Salomo, der als jüdischer Rapper und YouTuber sowie Gründer der Konzertreihe „Rap am Mittwoch“ bekannt wurde, setzt sich mit seiner Arbeit als Buchautor, in Vorträgen und Workshops gegen Antisemitismus ein.
 
Seit 2019 nutzt er seine Popularität als Rapper deutschlandweit, um die junge Generation für das Rassismus- und Antisemitismusproblem zu sensibilisieren.  Durch Vorträge an Schulen zeigt er auf, wie sich Judenhass in der Gegenwart in der deutschen Gesellschaft artikuliert. Zugleich sensibilisiert er damit die nachwachsenden Generationen, wie alte Vorurteile in neuem Gewand erscheinen, mit denen sich Juden auch über 80 Jahre nach dem Nationalsozialismus in ihrem Alltag konfrontiert sehen müssen. Hierbei bezieht er insbesondere den Blick auf Israel und die besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und dem jüdischen Staat mit ein.
 
Mit dieser Auszeichnung soll der Öffentlichkeit die gesellschaftliche Bedeutung des Wirkens von Ben Salomo vor Augen geführt werden: „Wir wünschen uns, dass diese Ehrung ihn und alle, die antisemitischen Bestrebungen entgegentreten, sich für das jüdische Erbe Deutschlands einsetzen, an die Katastrophe des Holocausts erinnern und das besondere Verhältnis zu Israel pflegen, Mut macht, ihre außergewöhnliche Arbeit und ihr Engagement zu erweitern und zu verstetigen“, sagt der Kuratoriumsvorsitzende und ehemalige erste Vizepräsident des nordrhein-westfälischen Landtags, Edgar Moron.
 
Die Auszeichnung von Ben Salomo soll seinen eindrücklichen Wunsch unterstützen, dass wir es schaffen – so viele Jahrzehnte nach dem Holocaust – eine Normalität in dem Verhältnis zwischen Juden und der Mehrheitsgesellschaft in Deutschland herzustellen und sich dieses eben auch widerspiegelt in einem klaren Bekenntnis zum Judentum und dass unsere Gesellschaft in der Pflicht steht, aktiv gegen antisemitische Einstellungen Stellung zu beziehen. (ffm)