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Letzte Aktualisierung: 05.05.2021

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Körperliche Auseinandersetzung mit Verletzungen

Die Folgen einer Kontrolle der Stadtpolizei in der Frankfurter Innenstadt

von Ilse Romahn

(21.04.2021) In den Nachmittagsstunden am Montag, 19. April, kontrollierte die Stadtpolizei einen 26-jährigen Mann auf der Zeil. Grund hierfür war dessen öffentlicher Alkoholkonsum, der nach derzeit gültigen Corona-Rechtslage in diesem Bereich verboten ist. Der Mann verhielt sich bei der Kontrolle uneinsichtig und verbal aggressiv.

Er weigerte sich, seine Personalien herauszugeben und nahm gegenüber den Stadtpolizisten eine bedrohliche Körperhaltung ein. Erst nach mehrmaliger Aufforderung legitimierte er sich mittels eines ausländerrechtlichen Aufenthaltstitels. Er provozierte die Stadtpolizisten weiter und nahm eine bedrohliche Haltung an. Im weiteren Verlauf reagierte er mit körperlicher Gewalt und war äußerst renitent. Daher wurde er mit Handfesseln fixiert. Auch hierbei beleidigte er die Stadtpolizisten fortlaufend unflätig. Die anwesende Mutter des aggressiven Mannes versuchte zudem mehrfach, ihren Sohn zu befreien, was jedoch erfolgreich unterbunden wurde.

Der 26-Jährige wurde zur Innenstadtwache der Stadtpolizei gebracht. Auch auf dem Weg dorthin versuchte die Mutter weiter mehrfach, ihren Sohn loszureißen und beleidigte die Stadtpolizisten, weshalb auch sie mit Handfesseln fixiert werden musste.

Auf der Wache setzte der Betroffene seine Beleidigungen fort und ging erneut mit massiver körperlicher Gewalt gegen die Bediensteten vor. Dabei verletzte er einen Stadtpolizisten mit dem Ellenbogen am Auge und trug selbst eine kleine blutende Wunde an der Nase und eine Beule an der Stirn davon. Der Rettungsdienst wurde zur medizinischen Versorgung alarmiert. Außerdem wurden Bedienstete des Polizeipräsidiums zur Übernahme des Sachverhalts sowie zur Durchführung eines Alkoholtests hinzugerufen.

Der Betroffene lehnte nach Eintreffen des Rettungswagens eine medizinische Versorgung ab. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,92 Promille. Eine Überprüfung des 26-Jährigen ergab, dass dieser hinlänglich polizeibekannt und in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen Gewalttätigkeiten aufgefallen ist. Gegen ihn wurden Strafanzeigen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung erstattet. Die Mutter, die ebenfalls stark alkoholisiert war, wurde wegen versuchter Gefangenenbefreiung und ebenfalls wegen Beleidigung angezeigt.

Der verletzte Stadtpolizist klagte später über starke Übelkeit, Schmerzen der Augenhöhle und Schwindelgefühl. Er begab sich in medizinische Behandlung und ist derzeit wegen festgestellter Prellungen und einem Verdacht auf Gehirnerschütterung dienstunfähig.

Klare Worte hierzu von Sicherheitsdezernent Markus Frank: „Ich verurteile Angriffe auf Personal und Ausrüstung von Sicherheitsbehörden, Rettungsdiensten und der Feuerwehr auf das Schärfste. Menschen, die täglich für unser aller Gesundheit und Leben sowie für die Einhaltung von Regeln für ein gutes Miteinander der Menschen einstehen, verdienen hierfür unseren Respekt und nicht die Verachtung, die ihnen Teile der Gesellschaft entgegenbringen.“

Bereits in den vergangenen Wochen kam es gegenüber Stadtpolizisten vermehrt zu Übergriffen und zu Sachbeschädigungen von Streifenwagen der Stadtpolizei. So wurden vor drei Wochen an einem in der Mainzer Landstraße geparkten Fahrzeug der Stadtpolizei die Reifen plattgestochen. Bei mehreren Personenkontrollen durch die Stadtpolizei wurden die Bediensteten verbal und körperlich äußerster aggressiv angegangen. Verletzte gab es hierbei jedoch glücklicherweise nicht. (ffm)