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Letzte Aktualisierung: 09.04.2021

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Königsbrünnchen, Ich-Denkmal und vieles mehr im GrünGürtel

Zum Jubiläum gibt es 30 Ausflugstipps

von Ilse Romahn

(29.03.2021) „Raus ins Grüne!“, lautet für viele Menschen derzeit die Devise. Doch wohin? 30 Antworten gibt der Frankfurter GrünGürtel.

Das Ich-Denkmal
Foto: Stadt Frankfurt / Stefan Cop
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Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens gibt es jetzt im Internet unter http://www.grüngürtel.de eine Auswahl von 30 lohnenden Ausflugszielen.

Darunter sind bekannte und beliebte Ziele wie Schwanheimer Düne, Alter Flugplatz und Hafenpark. Aber auch weniger bekannte oder entlegene wie Graffiti-Galerie, Jupitersäule, Goethebuche und die Wildnis im Nordpark Bonames. Und wer kennt gar das Königsbrünnchen? Gerade jetzt im Frühjahr ist es ein perfektes Ausflugsziel. Denn die natürliche Quelle im Stadtwald speist den Königsbach, und wo beide zusammentreffen, wächst ein uriger, fast verwunschen wirkender und feuchter Wald. Ein idealer Standort für Bärlauch, der mit großer Kraft dort massenhaft aus dem Boden schießt und seinen Duft verbreitet. Duft von eher ungewöhnlicher Natur umweht auch das Königsbrünnchen. Dank seines Gehalts an Schwefelwasserstoff erinnert es an vergessene Ostereier.

Viel Spaß bringt auch ein Spaziergang zum Ich-Denkmal am Mainufer in Oberrad. Hier darf jeder und jede den Sockel erklimmen und dies in Foto und Film festhalten. Hans Traxler, der Karikaturist und Schöpfer des Denkmals, wusste es schon immer: „Jeder Mensch ist einzigartig“.

„Wer hätte gedacht, dass in seinem 30. Jahr unserem GrünGürtel eine solche Bedeutung zu kommt, wie gerade jetzt. Und wie gut, dass wir sie haben, diese kleinen Fluchten in unserer Stadt“, sagt Umweltdezernentin Rosemarie Heilig: „Meine ‚kleine Flucht‘ ist der Berger Hang. Dort blüht es eher als im Rest Frankfurts. Dort vergisst man für einen Moment die Großstadt.“

Neben den Ausflugszielen werden auch alle wichtigen Frankfurter Wanderwege beschrieben. Um alles besser finden zu können, gibt es nun auch den oft nachgefragten Download der GrünGürtel-Freizeitkarte. Wer weiterhin ein Exemplar aus Papier bevorzugt, kann dies ebenfalls online unter http://www.grüngürtel.de bestellen.

30 Jahre GrünGürtel Frankfurt: 1991 bis 2021
1991 beschlossen die Frankfurter Stadtverordneten einstimmig, den GrünGürtel als Freiraum zu schützen, festgehalten in der GrünGürtel-Verfassung.

Rund 80 Quadratkilometer – das ist etwa ein Drittel der Stadtfläche - sind seitdem vor Bebauung geschützt. Drei große Landschaftsräume liegen in ihm: das Niddatal, der Berger Rücken und der Stadtwald. Diese geben Raum für Arten- und Biotopschutz, für ein angenehmes Klima, für Land- und Forstwirtschaft, für Erholung, Sport und Umweltbildung.

In der Projektgruppe GrünGürtel der Stadt Frankfurt am Main arbeiten seit 1997 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltamtes, des Grünflächenamtes und des Stadtplanungsamtes gemeinsam an der Weiterentwicklung und Pflege des Frankfurter GrünGürtels. (ffm)