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Juwel in der Stadt: Bürgermeister Becker lobt Arbeit des Frankfurter Bibelhauses

Es ist wie eine Pilgerreise nach Jerusalem – gespickt mit originalen Funden und multimedial präsentiert, ermöglicht das Bibelhaus Erlebnis Museum ganzjährig einen einzigartigen Blick auf die Lebenswelt und die Religion zur biblischen Zeit. Die aktuelle Ausstellung „Weihnachten“ erzählt die Geschichten hinter den Bildern und Symbolen des Christfestes.
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Bürgermeister Uwe Becker mit Museumsdirektor Jürgen Schefzyk in Jerusalem
Foto: Stadt Frankfurt

„Auch wenn das Bibelmuseum kein städtisches Museum darstellt, so ist es doch ein Juwel in der Stadt, das auf äußerst anschauliche und interaktive Weise die Menschen an die historischen Grundlagen der Entstehung der drei monotheistischen Weltreligionen heranführt. Von den Ursprüngen des Judentums über die Grundlagen des Christentums bis zu den Wurzeln des Islam veranschaulicht das Museum den gemeinsamen Kern, und so ist das Bibelmuseum gerade auch in der heutigen Zeit ein wichtiger Brückenbauer. Gerade in unserer so internationalen Stadt ist die Vermittlung gemeinsamer Grundlagen besonders wichtig, um Vorurteile abzubauen und das Miteinander zu stärken“, betont Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker.

Zu den Highlights der Ausstellung gehören 270 archäologische Objekte, die das Bibelhaus als Dauerleihgabe von der Israelischen Antikenverwaltung bekommen hat. Sie vermitteln einen einzigartigen Eindruck vom Alltag und der Religion in der Zeit von 200 vor bis 135 nach Christus.

Zusammen mit dem Bibelmuseum besuchte Bürgermeister Uwe Becker bei seiner Israelreise im Februar dieses Jahres die Israelische Antikenbehörde in Jerusalem und unterstrich im Gespräch mit dem dortigen Direktor, Israel Hasson, das große Interesse der Stadt Frankfurt an einer noch engeren Kooperation zwischen dem Bibelmuseum und Israel.

Der Direktor der Israelischen Antikenbehörde zeigte sich vom Bekenntnis der Stadt Frankfurt zur Unterstützung der Zusammenarbeit besonders erfreut, da sich darin auch eine starke Freundschaft gegenüber dem Land Israel und seinen Institutionen ausdrücke.

„Das Bibelhaus ist eine wichtige Institution, um die Bibelinhalte zu vermitteln und Brücken der Verständigung zwischen Generationen, Religionen und Kulturen zu schlagen. Die Beachtung und Resonanz, die das Bibelmuseum aus der Bevölkerung der Stadt Frankfurt am Main aber auch überregional erfährt, ist beachtlich und freut mich persönlich sehr. Die evangelische Kirche besitzt mit diesem Museum eine einzigartige Institution, die in einer besonderen Art die Ursprünge des Christentums und seinen Beziehungen zu den anderen beiden monotheistischen Weltreligionen vermittelt. Die Stadt Frankfurt ist dankbar, dass die evangelische Kirche eine solch wichtige Einrichtung trägt“, sagt Becker.

Die Welt der biblischen Bilder und Symbole lässt sich bis zum 31. März 2019 im Frankfurter Bibelhaus in der Ausstellung „Weihnachten“ entdecken. Präsentiert wird auch eine Neuerwerbung des Bibelhauses. Dabei handelt es sich um eine Bilderbibel, die der Ratsherr und Bürgermeister Johann Matthias Bansa im Jahr 1746 für seine Kinder und Enkel verfasst hat. Die Ausstellung zeigt mit Münzen und Figurinen, Inschriften, Ikonen und Zitaten biblische und außerbiblische Wurzeln von Weihnachten sowie die Herkunft bekannter Weihnachtsmotive und deren Wirkungsgeschichte von der Antike bis heute. Ein weiteres Thema ist, wie das Weihnachtsfest politisch missbraucht wurde. Außerdem geht es um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Geburt eines heiligen Kindes in den Weltreligionen. (ffm)