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Letzte Aktualisierung: 30.11.2021

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Junge Menschen finden schneller in die Berufsausbildung

von Helmut Poppe

(22.11.2021) Im Schuljahr 2020/2021 sind die Zugänge in ausbildungs- und berufsvorbereitende Maßnahmen weiter gesunken, wie aus dem aktuellen Ergebnisbericht der integrierten Ausbildungs-berichterstattung hervorgeht.

Junge Menschen finden schneller von der Schule direkt in die berufliche Ausbildung. Insgesamt wechselten noch 14.020 Schulabgängerinnen und -abgänger in den sogenannten Übergangsbereich - 10,6 Prozent weniger als im Vorjahr und ein Viertel weniger als im Schuljahr 2011/12.  Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir wertete das am Freitag vor allem als Erfolg des Bündnis Ausbildung Hessen.

Dem Bündnis gehören Landesregierung, Wirtschaftsverbände, Gewerkschaften, die Regionaldirektion der Arbeitsagentur und die kommunalen Spitzenverbände an. Ein Ziel der Arbeit ist es, möglichst viele junge Menschen direkt in eine berufliche Ausbildung zu vermitteln. 48.400 junge Menschen haben im Schuljahr 2020/21 eine betriebliche oder schulische Berufsausbildung aufgenommen. Ihre Zahl nahm damit im Jahresvergleich um 2,7 Prozent ab. Besonders betroffen war die betriebliche Berufsausbildung mit einem Minus von 10,2 Prozent auf 32 670 Personen.
Die Corona-Krise ändert nichts daran, dass wir gut ausgebildeten Nachwuchs brauchen,“ so Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.


„Das ist natürlich zu einem großen Teil ein ‚Corona-Effekt’ gewesen, aber es zeigt uns, dass wir uns weiter anstrengen müssen, für die berufliche Ausbildung und ihre sehr attraktiven Perspektiven zu werben“, sagte der Minister. „Deshalb fördern wir beispielsweise regionale Berufsorientierungsangebote.“ Al-Wazir appellierte im Namen des Bündnisses Ausbildung an die Unternehmen, gerade in der aktuellen Situation die Ausbildung junger Menschen nicht einzuschränken: „Wir dürfen keine verlorene Generation Corona entstehen lassen, und wir dürfen auch nicht bei der Fachkräftesicherung nachlassen. Denn die Corona-Krise ändert nichts daran, dass wir gut ausgebildeten Nachwuchs brauchen, weder der demographische Wandel noch der Fachkräftemangel sind durch Corona verschwunden.“