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Letzte Aktualisierung: 23.07.2021

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Julien Chamboncel ist neuer Vorsitzender der SPD-Höchst

von Ilse Romahn

(20.07.2021) Bei der Jahreshauptversammlung der SPD Höchst ist der bisherige Vorsitzende Lino Leudesdorff ist nicht wieder angetreten, um sich stärker auf seine Ämter im Frankfurter Parteivorstand sowie im Bezirksvorstand der SPD Hessen Süd zu konzentrieren. Sein bisheriger Stellvertreter rückt dafür auf. Der 23-jährige Student ist trotz seines jungen Alters schon ein „Alter Hase“ im Ortsverein Höchst. Er ist hier bereits seit 7 Jahren aktiv.

Julien Chamboncel
Foto: Chamboncel
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Stadtweites Aufsehen erregt sein Engagement im Vorstand des Frankfurter Jugendrings. Gemeinsam mit Stadtverordnetenversammlung und Magistrat ist er einer der Architekten des neuen Jugendparlamentes, das gemäß des Koalitionsvertrages bald Realität werden soll. Ansonsten ist der Student seit vielen Jahren bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert und stellvertretender Vorsitzender der JUSOS Frankfurt.

Seine Stellvertreter sind der bisherige Vorsitzende und selbständige Personalberater Lino Leudesdorff sowie die Ingenieurin und Fraktionsvorsitzende der SPD im Ortsbeirat Petra Scharf.

Bei der vierstündigen Veranstaltung im Jugendclub Zenit diskutierte der Ortsverein das Kommunalwahlergebnis sowie Auszüge des Koalitionsvertrages und die Verkehrspolitik. Das schwache Abschneiden bei der Kommunalwahl wird sehr bedauert, insbesondere das Ausscheiden Klaus Oesterlings als Dezernent.

„Oesterling hat sich viel für die Anbindung des Frankfurter Westens getan. Die neuen X- und Metrobusse wurden lange vom Ortsverein gefordert und sind dank ihm umgesetzt werden. Wir hoffen, dass seine Planungen für die Verlängerung der Straßenbahn Linie 11 bis zum Bahnhof auch in Zukunft fortgeführt werden", erklärte Julien Chamboncel. "Leider war unser Wahlergebnis wie in ganz Frankfurt nicht erfreulich für die SPD. Umso mehr begrüßen wir es, dass wir mit der Fraktionsvorsitzenden Petra Scharf, dem Planungs- und künftigen Sportdezernenten Mike Josef und Lino Leudesdorff im Vorstand der SPD hat der Höchster Ortsverein weiterhin die Möglichkeit haben viel für den Stadtteil zu erreichen. Höchst ist ein schöner Stadtteil, aber es gibt nicht erst seit Corona viele soziale Problemen. Der Koalitionsvertrag ist für uns eine gute Nachricht, denn hier sind viele Investitionen in Wohnungen oder Bildung geplant. Diese Regierung wird den Frankfurter Westen nicht vergessen, dafür werden wir sorgen.“

Petra Scharf merkte an: „Wir konnten mit den Schulneubauten viel in Höchst erreichen. Wer weiß, vielleicht geht dieses mal noch mehr."

Während Stadt, Hessen und bundesweit die Mitgliederzahl der SPD zurückgeht, konnte der Höchster Ortsverein seine Mitgliederzahl bei rund 80 halten. Das Durchschnittsalter ist mit 51 rund 9 Jahre jünger als im Bundesschnitt. Da bildet sich auch im Vorstand ab: 5 der 11 Vorstandsmitglieder sind noch im Juso-Alter und damit unter 35.