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Letzte Aktualisierung: 05.03.2021

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Jubel in Staatlichen Schlösser und Gärten

2021 ist das Jahr der Ereignisfeiern

von Karl-Heinz Stier

(02.02.2021) „Angesichts der Corona-Beschränkungen starten wir unser Jubiläumsjahr zwar verspätet, aber wir bieten unserem Publikum die bislang umfangreichsten Informationen zu unseren Standorten“, sagte Direktorin Kirsten Worms. So begeht die Schlösserverwaltung am 1. April 2021 einen Festakt zu ihrer Gründung vor 75 Jahren – je nach Pandemieentwicklung im größeren Kreis oder als kleine Veranstaltung mit digitaler Übertragung.

Sitz der Schlösser und Gärten in Hesseb im Schloss Bad Homburg
Foto: Alexander Paul Englert
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Die Behörde war 1946 als Nachfolgerin der preußischen Verwaltung und Denkmalpflege durch Erlass des Großhessischen Kultusministers eingerichtet und bis 1950 vom damaligen Landeskonservator Dr. Friedrich Bleibaum geführt worden.

Das Jubiläumsprogramm bindet neben regulären und speziellen Angeboten Aktionstage zum historischen Erbe ein. Besucherinnen und Besucher können an Liegenschaften, wie etwa im Schloss- und Schlossgarten Weilburg, in der ehemaligen Benediktinerabtei Seligenstadt sowie in Schloss und Schlosspark Bad Homburg bei aufschlussreichen Themenführungen, interessanten Workshops und kleinen Festlichkeiten Blicke hinter die Kulissen werfen. Ein Sonderprogramm wird zu der bis 18. November 2021 verlängerten Bad Homburger Ausstellung „Princess Eliza – Englische Impulse für Hessen-Homburg“ stattfinden.

Weiteres Jubiläum: 30 Jahre UNESCO Welterbe Kloster Lorsch 
1991, vor 30 Jahren, nahm die UNESCO den frühmittelalterlichen Klosterkomplex in die Liste des Kulturerbes der Menschheit auf. Entsprechend wird die für Kloster Lorsch und das Experimentalarchäologische Freilichtlabor Lauresham separat geführte Homepage um neue Imagefilme erweitert.

Hinzu kommt im Festjahr die für den Herbst geplante Sonderausstellung „Geschichte schöpfen – Quellen aus einem Brunnen“ zu außergewöhnlichen Funden von Skulptur- und Architekturfragmenten.  

Die 150. Wiederkehr der Gründung des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871 und die bevorstehende Eröffnung des Königsflügels im Schloss Bad Homburg sind Anlässe, das Erbe des Kaiserreiches zu befragen und daraus aktuelle Schlüsse für die Vermittlung kaiserzeitlicher Sehenswürdigkeiten zu ziehen. Eine internationale Vortragsreihe mit hochkarätigen Gästen startet im Juni. Zwölf ausgewiesene Expertinnen und Experten werden verschiedene Aspekte zum Vermächtnis des Kaiserreiches zwischen Rückständigkeit und Moderne ausloten; ein Schwerpunkt liegt dabei auf Geschichtsdidaktik.   

Im Schloss befinden sich die deutschlandweit einzigen noch eingerichteten Appartements von Kaiser Wilhelm II. und seiner Frau Auguste Victoria. Sie besuchten regelmäßig das Schloss im Taunus, das eine der Sommerresidenzen unter vielen Hohenzollernschlössern war. Die Museumsräume werden nach zehn Jahren wieder zugänglich gemacht, wenn die bauliche Instandsetzung und alle Restaurierungen abgeschlossen sind.

Neues Museum eröffnet im Bad Homburger Schlosspark
Ein nach historischen Quellen restauriertes, zum Museum umgewidmetes kleines Gartenhaus im Bad Homburger Schlosspark beherbergt seit kurzem eine neue Dauerausstellung zu historischer Obstkultur.

Das kulturgeschichtliche Museum verweist auf künftige gartenpädagogische Initiativen der Schlösserverwaltung, die insbesondere Kinder ansprechen sollen. Dazu zählen auch interaktive Rallyes in den historischen Gärten der ehemaligen Benediktinerabtei Seligenstadt und im Darmstädter Prinz-Georg-Garten über die App „Actionbound“. In diesem Jahr wird zusätzlich das Projekt „Wissen wächst im Garten“ als Angebot für Schulklassen ebenfalls in Seligenstadt entwickelt, das künftig Naturkenntnisse und Umweltbewusstsein an junge Menschen weitergibt.