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Letzte Aktualisierung: 18.06.2024

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Jetzt wollen´s auch die Skyliners wissen

Die Frankfurter siegen auch im letzten Vorbereitungsspiel

von Norbert Dörholt

(12.09.2023) Während die deutsche Nationalmannschaft den größten Erfolg der deutschen Basketball-Geschichte erspielt und Weltmeister wird, beenden die Fraport Skyliners ihr letztes Testspiel der Saisonvorbereitung 2023/23 gegen die Flyers Wels aus Österreich mit einem 70:57-Erfolg. Bis auf einen kleinen Fehlstart führen sie den Großteil der Partie und bleiben auch dann cool, als Wels das Spiel zu drehen versucht (13:20 – 19:14 – 14:22 – 11:14). Topscorer werden Booker Coplin und David Muenkat mit jeweils 18 Punkten.

Foto: Fraport Skyliners
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Es gab keine Veränderung im Kader zum Testspiel am Freitag. Bruno Albrecht (im Training umgeknickt) und Bruno Vrcic (Knie) arbeiten in Frankfurt an der raschen Genesung. Weiterhin nicht in Frankfurt und im Trainingsbetrieb ist leider Nolan Adekunle. Nach dem Spiel wird in den letzten beiden Wochen der Saisonvorbereitung noch mal intensiv am letzten Feinschliff gearbeitet und die Müdigkeit aus den Beinen gearbeitet und in Spritzigkeit umgewandelt. Denn am 24. September steht dann das Pokalspiel gegen den SYNTAINICS MBC aus Weißenfels auf dem Programm. Sprungball ist um 15 Uhr, Tickets gibt es über www.fraport-skyliners.de/tickets, telefonisch über 069-928 876 16 oder die Vorverkaufsstellen von Adticket.

Denis Wucherer, der Headcoach der Fraport Skyliners, sagte nach dem Treffen: „Wir hatten heute ein wenig Licht, aber auch viel Schatten in unserem Spiel. Die Tendenz bleibt leider, dass wir zu oft den Ball verlieren, zu wenige Assists verteilen und auch mal schlechte Entscheidungen treffen. Dadurch haben wir zu wenig Abschlüsse und zu wenig Punkte. Da braucht es dann sehr gute Quoten und eine starke Verteidigung. Wir finden im Moment dennoch Wege, die Spiele zu gewinnen, was erst mal gut und erfreulich ist. Wir haben aktuell ein paar angeschlagene Spieler oder Jungs, die erst langsam wieder rangeführt werden. Unsere Entwicklung ist lange noch nicht abgeschlossen, wir werden noch einige Zeit brauchen. Unsere Rookies vom College brauchen ihre Zeit, um sich an den Basketball zu gewöhnen, den wir hier spielen wollen. Dieser Prozess wird noch ein paar Monate, vielleicht sogar bis Saisonende andauern.“

Viertel 1 – Starker Lauf dank Fehlstart - 13:20

Gegen Wels finden die Jungs von Headcoach Denis Wucherer nicht gut ins Spiel und müssen direkt einen 8:2 Start der Gastgeber einstecken. Aber die Fraport Skyliners beweisen in dieser Saisonvorbereitung immer wieder ein großes Kämpferherz und so wird wild entschlossen ein eigener 14:0 Lauf gestartet, der in einer 9:16 Führung mündet. Aiden Warnholtz, der beim Teambuilding am Samstag ein gutes Auge beim Bogenschießen bewies, glänzt auch in Viertel eins mit fünf Punkten und zwei Rebounds. Etwas besser macht es derweil noch David Muenkat mit sechs Punkten. Solde Verteidigung sorgt dann für den 13:20 Viertelendstand.

Eine der Statistikzeilen die sich Basketball-Trainer gerne als erstes anschauen, sind die Ballverluste. Und die zeigen eine gute Leistung der Jungs in Blau mit lediglich drei. Wels steht in dieser Kategorie nach zehn Minuten schon bei sechs. Besonderer Schwung kommt im ersten Viertel von den Bankspielern, die elf der 20 Punkte erzielen.

Viertel 2 – Chancen zu wenig genutzt – 19:14

Die Gastgeber schütteln sich in der Viertelpause ordentlich durch und zeigen im zweiten Spielabschnitt ihre Qualitäten. Vor allen Dingen unter dem Korb räumen sie in Sachen Rebounds nun alles ab, was bei drei nicht auf dem Boden ist (17:13 das Verhältnis nach 20 Minuten). Auf der Gegenseite forcieren die Fraport Skyliners  defensiv zwar viele Ballverluste (15), können aber nicht genug Profit aus den gegnerischen Fehlern ziehen. David Muenkat bleibt weiterhin eine physische Macht, punktet für elf Zähler und trifft in Korbnähe alles (4/4). Doch in Summe gehört das Viertel Wels, die zur Halbzeit auf 32:34 verkürzen. Es war zu wenig Intensität in diesem Viertel im Frankfurter Spiel. Bester Beweis: Kein einziger Freiwurf wird der Wucherer-Truppe in diesem Viertel zugesprochen, zu oft wird der Ball ohne die letzte Konsequenz bewegt. Wucherer bleibt seiner Linie treu und verteilt die Einsatzzeit auf alle Spieler. Alle haben bisher mindestens fünf, maximal 14 Minuten zugesprochen bekommen.

Viertel 3 – Im nächsten Gang nach vorne – 14:22

Aus der Halbzeit kommen die Jungs nach Ansprache von Headcoach Denis mit mehr Energie und verhindern ein weiteres Näherkommen der Gastgeber. Bis zur Mitte des Viertels bleibt es zwar zunächst ausgeglichen (41:42; 25. Minute), doch Booker Coplin schaltet einen, oder auch zwei, Gänge höher und treibt sein Team nach vorne. Vor dem vierten Viertel können die Fraport Skyliners eine starke Phase aufbauen und die Führung zweistellig anwachsen lassen - 46:56.

Booker trifft drei Dreier in diesem Viertel und zeigt seine Athletik mit einem krachenden Dunking. 16 Punkte stehen für ihn nach 30 Minuten zu Buche. Ebensoviele hat auch David Muenkat für seine Farben erspielt, greift sich zusätzlich schon bärenstarke sieben Rebounds.

Viertel 4 – Als Team zum Erfolg – 11:14

Das Tempo reduziert sich im vierten Viertel deutlich. Die harte Trainingswoche, das erste Spiel am Freitag und die Kompaktheit des gesamten Wochenendes zeigen nun ihre Wirkung. Allerdings auf beiden Seiten, bei beiden Teams. Es ist nun die geschlossene Teamleistung der Frankfurter, die das Spiel nicht mehr aus der Hand gibt. Im Kollektiv wird noch mal verteidigt und der Ball verteilt. Viele Punkte fallen zwar nicht mehr, aber genug, um am Ende den Vorsprung sogar noch mal etwas auszubauen. Endstand: 57:70.

Der Rebound scheint eine Stärke des Teams zu bleiben. Gegen Wels lautet die Rebound-Bilanz am Ende 34:27 zugunsten der Fraport Skyliners. 23 Ballverluste bieten aber genug Fläche, um in den letzten beiden Wochen vor dem Pokalheimspiel gegen Weißenfels (Sonntag, 24.9., 17 Uhr) noch mal einen großen Schritt nach vorne zu machen.