Jeder Achte in Frankfurt ist auf Grundsicherung angewiesen
Stadtrat Schneider stellt „frankfurt statistik aktuell“ zu bedarfsorientierten Sozialleistungen vor
Demnach erhalten mehr als drei Viertel der Leistungsbezieherinnen und -bezieher (77,0 Prozent, 72.993) Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II), fast jeder Fünfte (18,5 Prozent, 17.567) Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Asylbewerberleistungen bezogen 2225 Personen (2,3 Prozent) und 2011 Hilfe zum Lebensunterhalt (2,1 Prozent). Insgesamt sind 94.796 Frankfurterinnen und Frankfurter (12,8 Prozent) und damit jeder Achte auf bedarfsorientierte Leistungen zum Lebensunterhalt angewiesen.
„Die Frankfurter Stadtteile sind unterschiedlich stark betroffen“, erläutert Jan Schneider, der für die Statistik zuständige Dezernent. Bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende ist der Anteil der Leistungsempfängerinnen und -empfänger in Fechenheim am größten. Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung hat im Riederwald eine besonders große Bedeutung.
Gesondert in der Statistik ausgewiesen ist die Zahl der Kinder. Mehr als jedes fünfte Kind im Alter bis 13 Jahre (20.950) erhält bedarfsorientierte Sozialleistungen. Im Stadtteil Westend-Süd ist die Dichte der auf bedarfsorientierte Sozialleistungen angewiesenen Kinder am niedrigsten. Hier sind nur 29 von 1000 Kindern in der Statistik verzeichnet, im Bahnhofsviertel hingegen 429 von 1000 Kindern. In insgesamt sieben Stadtteilen ist weniger als jedes zehnte Kind auf Hilfeleistungen angewiesen. In zehn Stadtteilen liegt die Quote über 30 Prozent. „Die Zahlen verdeutlichen das soziale Gefälle zwischen den Stadtteilen und geben wichtige Hinweise für die Kommunalpolitik“, sagt Schneider.
„frankfurt statistik aktuell“ 06/2019 steht unter http://www.frankfurt.de/statistik_aktuell als kostenloses PDF-Download zur Verfügung.
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